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NSU-Prozess: Wohlleben bestreitet Gespräche über Bewaffnung

Ralf Wohlleben vor Gericht (Archiv): Angeklagt wegen Beihilfe zum Mord Zur Großansicht
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Ralf Wohlleben vor Gericht (Archiv): Angeklagt wegen Beihilfe zum Mord

Scharfe Waffen oder Sprengstoff? Das sei in Gesprächen mit dem Neonazi-Trio nie ein Thema gewesen, sagt der mutmaßliche NSU-Helfer Ralf Wohlleben vor Gericht.

Im NSU-Prozess hat der Mitangeklagte Ralf Wohlleben bestritten, mit dem Neonazi-Trio über Waffen gesprochen zu haben. "Ich könnte mich nicht erinnern, dass irgendwann einmal scharfe Waffen oder Sprengstoff bei uns ein Thema gewesen wären", sagte Wohlleben.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem früheren NPD-Funktionär vor, eine "steuernde Zentralfigur" im Hintergrund des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU) gewesen zu sein. Er soll den untergetauchten Neonazis zusammen mit dem Mitangeklagten Carsten S. die Ceska-Pistole beschafft haben, mit der Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos neun Männer erschossen.

Carsten S. hatte gleich zu Prozessbeginn ausgesagt, im Auftrag von Wohlleben die Mordwaffe beschafft und den mutmaßlichen NSU-Terroristen gebracht zu haben.

Wohlleben bestritt das bei seiner ersten Aussage im Dezember, den Vorwurf der Beihilfe zum Mord wies er zurück: "Ich bin nicht schuldig im Sinne der Anklage", sagte Wohlleben. Er beschuldigte stattdessen den früheren V-Mann Tino Brandt, das Geld für die Waffe an S. übergeben zu haben (mehr zu seiner Aussage lesen Sie hier).

hut/dpa/AFP

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Die Angeklagten im NSU-Prozess
Foto Beate Zsch¿pe
Foto Ralf Wohlleben
Foto Holger G.
Foto Carsten S.
Foto Andr¿ E.

Fotos: BKA/DER SPIEGEL

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