NSU-Prozess Zschäpe krank - Plädoyers der Verteidiger erst nach Ostern

Im NSU-Prozess verzögern sich die Plädoyers der Verteidigung weiter. Wegen Krankheit der Hauptangeklagten Beate Zschäpe ist der komplette Verhandlungstag abgesagt worden.

Beate Zschäpe (Archiv)
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Beate Zschäpe (Archiv)


Die Plädoyers der Verteidigung im NSU-Prozess verzögern sich bis nach der Osterpause. Am Morgen sagte das Oberlandesgericht München den kompletten Verhandlungstag ab, weil die Hauptangeklagte Beate Zschäpe krank ist.

Zschäpe war gar nicht erst von der Strafanstalt Stadelheim ins Justizgebäude gebracht worden. Die Geschäftsstelle des Gerichts habe erst eine knappe Stunde vor Verhandlungsbeginn von Zschäpes Unpässlichkeit erfahren.

Bereits am Mittwoch hatte Zschäpe-Verteidiger Hermann Borchert auf Kopfschmerzen und Übelkeit seiner Mandantin hingewiesen. Ein Amtsarzt hatte die Angeklagte daraufhin für nicht verhandlungsfähig erklärt. Nächster Prozesstermin ist nun der 10. April. Bis dahin geht das Gericht in die Osterferien.

Der NSU-Prozess dauert jetzt knapp fünf Jahre. Bundesanwaltschaft und Nebenkläger haben bereits plädiert. Seitdem stockt das Verfahren wegen diverser Anträge der Verteidigung.


Anmerkung: Wir haben die Darstellung der Abläufe am Mittwoch korrigiert.

hut/dpa

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