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NSU-Prozess unterbrochen: Beate Zschäpe meldet sich erneut krank

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NSU-Prozess in München: Angeklagte Zschäpe krank

Unerwartet hat das Münchner Oberlandesgericht den Verhandlungstag im NSU-Prozess unterbrochen: Beate Zschäpe ist krank. Zuvor gab es erstmals Proteste von Neonazis vor dem Gericht.

München - Der 189. Verhandlungstag im NSU-Prozess ist von dem Münchner Oberlandesgericht abgesagt worden: Beate Zschäpe, die Hauptangeklagte, ist erneut erkrankt. Bereits in der vergangenen Woche musste das Verfahren unterbrochen werden, weil Zschäpe krank war. Am Mittwoch soll der Prozess planmäßig weitergehen.

Seit 22 Monaten wird im NSU-Prozess verhandelt. Beate Zschäpe muss sich als Mittäterin an zehn Morden und zwei Sprengstoffanschlägen verantworten. Neben Zschäpe sind vier mutmaßliche Unterstützer angeklagt.

Am Dienstag demonstrierten zum ersten Mal seit Beginn des Prozesses Neonazis vor dem Gericht. Ein Dutzend Rechtsextreme zeigte sich solidarisch mit dem wegen Beihilfe mitangeklagten Ralf Wohlleben. Rund 50 Gegendemonstranten stellten sich den Neonazis gegenüber und protestierten mit Sprechchören und Trillerpfeifen. Die Polizei hielt beide Gruppen auf Distanz. Im Gerichtssaal nahmen anschließend mehrere Rechtsextremisten auf den Zuschauersitzen Platz, bevor die Richter das Verfahren unterbrachen.

kis/dpa

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