Datenauswertung Die ungelösten Rätsel des NSU

Von und

6. Teil: Fazit


Die nahezu sichere lange Abwesenheit Böhnhardts und Mundlos' von der bekannten Wohnung bedeutet: Sie benötigten mindestens eine weitere sichere konspirative Wohnung. Dass sie dieses Domizil von Rechtsextremen erhielten, liegt nahe - von wem?

Für die Suche nach möglichen Unterstützern ist die Zeit in der Frühlingsstraße besonders relevant. Denn sie liegt noch nicht sehr lange zurück. Unterstützer und Mittäter können also eher belangt werden als solche, die vor mehr als zehn Jahren für das untergetauchte Trio aktiv waren.

Ob es weitere Täter gibt, zählt nach wie vor zu den besonders relevanten, offenen Fragen - trotz allen Aufwands in Untersuchungsausschüssen, Ermittlungen der Polizei und des NSU-Prozesses in München.

Die Wohnung in der Frühlingsstraße wurde zur Festung ausgebaut. Sie war groß genug für drei. Es muss einen wichtigen Grund gegeben haben, warum die Männer sie trotzdem schon bald verließen. Welchen?

Untergetaucht in Zwickau - und Umgebung?
Kreis = Umkreis von 50 km
Ein weiteres Rätsel: Mehrere Indizien deuten darauf hin, dass sich Böhnhardt und Mundlos in der Nähe Zschäpes verbargen. Böhnhardt etwa mietete weiter Fahrzeuge in Zwickau und Umgebung, wenn auch weniger häufig. Praktisch und daher wahrscheinlich ist ein Unterschlupf in Fahrradentfernung, maximal 50 Kilometer entfernt. Das Zielgebiet ist also klein.

Warum ist das Versteck dennoch nach drei Jahren noch immer nicht gefunden?


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