"Spitzel"-Prozess in Nürnberg LKA-Beamte von Hauptvorwürfen freigesprochen

Zwei Bewährungsstrafen und vier Freisprüche - mit diesem Urteil endete der Prozess gegen sechs LKA-Beamte in Bayern. Die Verurteilten wurden lediglich wegen uneidlicher Falschaussage schuldig gesprochen.

Drei von sechs Angeklagten im Landgericht Nürnberg
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Drei von sechs Angeklagten im Landgericht Nürnberg


In Nürnberg ist das Urteil gegen sechs Beamte des bayerischen Landeskriminalamts gefallen. Ihnen war vorgeworfen worden, die Straftaten eines V-Manns bei den "Bandidos" nicht verhindert und gedeckt haben.

Das Landgericht verurteilte zwei Polizisten lediglich wegen uneidlicher Falschaussage. Ein 53 Jahre alter LKA-Beamter bekam sieben Monate auf Bewährung, ein 56-Jähriger drei Monate auf Bewährung.

Von den Hauptvorwürfen wie Diebstahl in mittelbarer Täterschaft und Strafvereitelung im Amt sprach sie das Gericht frei. Für die übrigen vier Angeklagten endete der Prozess insgesamt mit Freisprüchen. Die verurteilten beiden Polizisten sollen als Zeugen in einem Prozess vor dem Landgericht Würzburg gelogen haben, in dem es um Drogengeschäfte eines ehemaligen V-Mannes des LKA ging.

Die Polizisten hatten den vorbestraften Spitzel im Jahr 2009 bei den "Bandidos" in Regensburg eingeschleust, um mehr über die Rockerbande zu erfahren. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hatten die Beamten dem Spitzel im Rahmen seiner V-Mann-Arbeit bei kriminellen Aktivitäten geholfen oder diese im Nachhinein verschleiert.

Konkret ging es unter anderem um einen Diebstahl von Minibaggern und anderen Baumaschinen 2011 in Dänemark. Daran war auch der damalige V-Mann beteiligt. Das Gericht sah die Vorwürfe jedoch nicht als erwiesen an.

bbr/dpa



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