Österreich Mutmaßlich entführte 88-Jährige taucht wieder auf

Im österreichischen Eisenstadt wurde eine 88 Jahre alte Frau anscheinend entführt. Jetzt ist die Mutter eines bekannten Unternehmers wieder aufgetaucht.

Ein Kameramann im Bereich des Tatortes in Eisenstadt
DPA

Ein Kameramann im Bereich des Tatortes in Eisenstadt


In Österreich sorgte eine Meldung für Aufregung: Am Dienstag um 15.30 Uhr soll eine Frau in Eisenstadt entführt worden sein.

Wie eine Sprecherin des Landeskriminalamts Burgenland dem SPIEGEL nun sagte, ist die 88-Jährige inzwischen wiederaufgetaucht. Die Sprecherin bestätigte, dass es sich bei der Frau um die Mutter des Generaldirektors des Unternehmens Esterházy, Stefan Ottrubay, handelt. Weitere Details zu dem Fall sollen später bekanntgegeben werden.

Magdolna Theresia Ottrubay soll sich laut österreichischen Medien bei ihrer Tochter in Kitzbühel, Tirol, aufhalten.

Laut Polizei war die Frau gemeinsam mit einer Pflegerin auf der Straße unterwegs, als zwei schwarze Limousinen neben den beiden stoppten. Die Pflegerin wurde den Angaben zufolge zur Seite gestoßen und die 88-Jährige in eines der Fahrzeuge gesetzt. Als die Autos davonfuhren, alarmierte die Pflegerin die Polizei. Die Pflegerin wurde nicht verletzt.

Der Vorfall löste einen massiven Polizeieinsatz in der Kleinstadt nahe der ungarischen Grenze aus.

Das Vermögen der 2014 verstorbenen Großgrundbesitzerin Fürstin Melinda Esterházy wurde von "Forbes" im Jahr 2006 auf 2,3 Milliarden US-Dollar geschätzt. Sie brachte ihr umfangreiches Erbe 1996 in vier Stiftungen ein, über die sie Immobilien wie das Schloss Esterházy in Eisenstadt und verschiedene Kunstschätze erhalten wollte.

Im Jahr 2002 übertrug die Fürstin die Leitung der Esterhazy Betriebe GmbH (EBG) an ihren Neffen Stefan Ottrubay. Diese Entscheidung soll zu familieninternen Auseinandersetzungen geführt haben.

ala

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