Inzest Mutter heiratet erst ihren Sohn, dann ihre Tochter

Im US-Bundesstaat Oklahoma ist eine 26-Jährige verurteilt worden, weil sie mit ihrer Mutter verheiratet war. Der Prozess gegen die 44-Jährige steht noch aus - es war offenbar nicht ihre erste inzestuöse Ehe.


Eine Frau im US-Bundesstaat Oklahoma hat erst ihren Sohn und dann Jahre später ihre Tochter geheiratet. Das geht aus Gerichtsunterlagen hervor, wie unter anderem die Regionalzeitung "Tulsa World" und die "Washington Post" berichten. In dem Fall, der im Herbst 2016 bekannt wurde, ist diese Woche ein Urteil ergangen: Die 26-jährige Tochter bekannte sich des Inzests schuldig und erhielt eine zehnjährige Bewährungsstrafe. Das Verfahren gegen die 44-jährige Mutter läuft noch.

Den Berichten zufolge hatten die beiden Frauen im März 2016 geheiratet. Ein halbes Jahr später habe ein Ermittler der staatlichen Kinderfürsorgebehörde Verdacht geschöpft und Alarm geschlagen. Mutter und Tochter seien daraufhin festgenommen und wegen Inzests angeklagt worden.

Im Zuge der Ermittlungen habe sich herausgestellt, dass die Frau bereits 2008 ihren damals 18-jährigen Sohn heiratete, der die Ehe dann 15 Monate später für ungültig erklären ließ. Als Grund habe er Inzest angeführt, aber offenbar sei es damals nicht zu einem Verfahren gekommen.

Die Mutter hatte den Berichten zufolge schon vor Langem das Sorgerecht für ihre insgesamt drei Kinder verloren. Diese seien von ihrer Großmutter väterlicherseits adoptiert worden. In Vernehmungen gab die Mutter an, sie habe bis vor ein paar Jahren keinen Kontakt zu ihren Kindern gehabt - bis sie und ihre Tochter zusammengefunden hätten.

Sie habe sich über Gesetze informiert und den Schluss gezogen, dass die Ehe mit ihrer Tochter nicht illegal sei, weil auf deren Geburtsurkunde die Großmutter als biologische Mutter angegeben sei. Die Polizei vermutet nach Angaben der Zeitungen, dass die Urkunde nach der Adoption geändert wurde. Das ursprüngliche Dokument weise den Namen der tatsächlichen Mutter auf.

Bei der Eheschließung, die laut "Washington Post" in einem benachbarten Bezirk stattfand, habe die Mutter zudem einen anderen Nachnamen verwendet. Vermutlich fiel das Verwandtschaftsverhältnis auch deshalb nicht auf. Die Ehe ist inzwischen auf Antrag der Tochter annulliert worden.

hut/dpa



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