Oktoberfest Mann bei Schlägerei tödlich verletzt

Fatales Ende einer Partynacht: Zwei Männer geraten auf der Münchner Wiesn in Streit. Einer bezahlt die Auseinandersetzung mit dem Leben, der andere taucht in der Menge unter. Die Polizei sucht Zeugen.

Polizisten am Tatort auf dem Münchner Oktoberfest
DPA

Polizisten am Tatort auf dem Münchner Oktoberfest


Bei einem Streit auf dem Münchner Oktoberfest ist ein Mann tödlich verletzt worden. Wie die Polizei über Twitter mitteilte, waren am Freitagabend im Außenbereich des Augustiner-Festzeltes zwei Männer aneinandergeraten. Der eine streckte den anderen nieder und verletzte ihn schwer. Der Täter flüchtete. Die Münchner Polizei rief Zeugen via Twitter auf, sich zu melden und Fotos oder Videos zur Verfügung zu stellen, die den Streit zeigen könnten.

Der Zustand des Opfers sei kritisch, meldete die Polizei wenig später, sie werde aus Pietätsgründen ihre angelaufene Twitter-Aktion #Wiesnwache bis auf Weiteres einstellen. Kurz darauf berichtete die Polizei, der Mann sei trotz Reanimation verstorben.

Tatort auf der Wiesn - ein Nebeneingang des Augustiner-Zelts
DPA

Tatort auf der Wiesn - ein Nebeneingang des Augustiner-Zelts

Bei dem Opfer handle es sich um einen 58-jährigen Deutschen aus dem Münchner Umland, sagte eine Polizeisprecherin in einem Video, das die "Bild"-Zeitung veröffentlichte. In einem weiteren Video auf der Internetseite der Münchner "tz" sagte die Sprecherin, vermutlich seien bei der Tat keine Waffe und auch kein Maßkrug im Spiel gewesen. Mehr Details wollten die Ermittler zunächst nicht bekanntgeben.

Die Polizei fahndete zunächst vergeblich nach dem Schläger und sucht nun Zeugen, die den Streit am Augustiner-Zelt beobachtet haben.

Eine Frau im Dirndl mit roter Strickjacke hat den Streit Augenzeugen zufolge möglicherweise unmittelbar beobachten können - nach ihr sucht die Polizei nun ebenfalls. Hinweise direkt über die Notrufnummer 110.

Todesfälle auf dem Volksfest

Der tödliche Streit am Freitagabend ist nicht der erste Todesfall auf dem Volksfest. 1991 wurde ein 20 Jahre alter Mann bei einer Messerstecherei getötet. Vier Jahre später gerieten ein Standl-Besitzer und ein Oktoberfestbesucher in Streit. Der Verkäufer schubste seinen Kontrahenten - der daraufhin stürzte und mit dem Kopf auf das Pflaster fiel. Der Mann starb wenig später in einer Klinik.

2014 sorgte der Tod eines 26-jährigen Australiers für Bestürzung. Er wurde von einem Taxi erfasst, mehrere Meter mitgeschleift und starb kurz darauf im Krankenhaus.

Auch der Besuch eines der zahlreichen Fahrgeschäfte endete schon tödlich: 1989 brach ein 45 Jahre alter Arzt nach einer Fahrt im Fünffach-Looping tot zusammen. Die Polizei ging von Herzversagen aus.

oka/dpa



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