Tödlicher Oktoberfest-Streit Tatverdächtiger ist vorbestraft

Nach einem tödlichen Streit auf dem Oktoberfest ist ein 42-Jähriger in Untersuchungshaft genommen worden. Jetzt wurde bekannt: Der Tatverdächtige geriet bereits früher mit dem Gesetz in Konflikt.

Polizisten auf dem Oktoberfestgelände
DPA

Polizisten auf dem Oktoberfestgelände


Der nach einem tödlichen Streit auf dem Oktoberfest festgenommene Münchner ist vorbestraft. Das teilte die Staatsanwaltschaft München I mit. Gegen den 42-Jährigen wird wegen Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt. Er befindet sich in Untersuchungshaft.

Der Mann war in der Nacht zum Samstag im Außenbereich des Augustiner-Festzeltes mit einem 58-Jährigen aneinandergeraten und hatte diesen laut Polizei mit einem Schlag gegen den Kopf niedergestreckt. Das Opfer aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck starb wenig später im Krankenhaus an einer Hirnblutung.

Der 42-Jährige hat eingeräumt, an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen zu sein. Er machte aber auf Anraten seines Anwaltes zunächst keine weiteren Angaben. Bei dem Streit ging es laut Polizei möglicherweise um die weibliche Begleitung des Festgenommenen. Nach dem Vorfall war der Tatverdächtige zunächst in der Menschenmenge untergetaucht, hatte sich dann aber am Samstag bei der Polizei gemeldet.

"Nicht die Wiesn, die wir haben wollen"

Der Oktoberfestleiter und Zweite Bürgermeister Josef Schmid (CSU) drückte den Angehörigen sein Mitgefühl aus. Er sagte, es schmerze, dass ein Todesopfer zu beklagen sei: "Das ist nicht die Wiesn, die wir haben wollen."

Es ist nicht der erste tödliche Vorfall bei dem Volksfest. 1991 war ein 20-Jähriger bei einer Messerstecherei getötet worden. 1995 gerieten ein Standbesitzer und ein Oktoberfestbesucher in Streit. Der Verkäufer schubste seinen Kontrahenten, der daraufhin stürzte und mit dem Kopf auf das Pflaster prallte. Der Mann starb wenig später in einer Klinik.

Insgesamt sind die Deliktzahlen auf dem Oktoberfest der Polizei zufolge aber in diesem Jahr zurückgegangen - trotz steigender Besucherzahlen. Demnach sank die Zahl der Sexualdelikte im Vergleich zu 2017 um gut ein Drittel von 34 auf 21 Fälle, Maßkrugschlägereien reduzierten sich von 18 auf zwölf, Körperverletzungen gingen um rund 14 Prozent zurück, von 149 auf 128 Fälle.

ala/dpa



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