Oldenburg Todesopfer ist Onkel von vermisstem Ex-Rocker

Seit drei Wochen wird der frühere Hells Angel Rezan Cakici vermisst. In Oldenburg wurde nun sein Onkel erschossen, sein Vater zusammengeschlagen. Der mutmaßliche Täter sitzt in Untersuchungshaft.

Ermittler sichern am Tatort Spuren
Christian J. Ahlers/NordWestZeitung/dpa

Ermittler sichern am Tatort Spuren


Die Polizei prüft nach den tödlichen Schüssen auf einen 65-Jährigen im niedersächsischen Oldenburg auch mögliche Verstrickungen ins Rockermilieu. Sowohl der Tote als auch ein 60-Jähriger, der zusammengeschlagen wurde, haben laut Polizei familiäre Verbindungen zu einem früheren Hells Angel, der seit dem 3. Juli in Oldenburg vermisst wird.

Der Getötete war der Onkel, der verprügelte Mann ist der Vater des 29-jährigen Abdullah Rezan Cakici. Die Polizei fahndet öffentlich und per Foto nach ihm. Bevor er zu den Hells Angels ging, war er beim Bremer Ableger der verfeindeten Mongols aktiv. In der Zwischenzeit soll er auch bei den "Höllenengeln" in Ungnade gefallen sein.

Im Fall der tödlichen Schüsse auf den 65-Jährigen gehen die Ermittler von einem Einzeltäter aus. Als Motiv könnten "geschäftliche beziehungsweise persönliche Streitigkeiten" infrage kommen. Der 38 Jahre alte mutmaßliche Täter wurde noch am Tatort festgenommen. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft, die Tatwaffe wurde sichergestellt.

Abdullah Rezan Cakici
Polizeiinspektion Oldenburg

Abdullah Rezan Cakici

"Wir gehen davon aus, dass sich Opfer und Täter kannten", sagte Staatsanwalt Torben Tölle. Darüber hinaus geht die Polizei davon aus, dass der mutmaßliche Täter und ein Cousin des verschwundenen Cakici gemeinsam in einer Trockenbaufirma arbeiteten.

Anmerkung: Wir haben das Alter des Todesopfers korrigiert.

apr/dpa

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