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Olympischer Fackellauf: Russischer Demonstrant mit Regenbogenflagge festgenommen

Pavel Lebedev wird zu Boden gerungen: Die Fahne hält er noch in der Hand Zur Großansicht
AP

Pavel Lebedev wird zu Boden gerungen: Die Fahne hält er noch in der Hand

Ein Zuschauer des olympischen Fackellaufs hat aus Protest gegen Homophobie in Russland eine Regenbogenfahne geschwenkt. Kurz darauf haben Sicherheitskräfte ihn zu Boden gerungen und festgenommen.

Moskau - Ein homosexueller russischer Demonstrant ist festgenommen worden, weil er beim olympischen Fackellauf eine Regenbogenfahne entrollt hat, ein internationales schwul-lesbisches Symbol. Die Fackel war in seiner Heimatstadt Voronezh angekommen, gut 900 Kilometer von Sotschi entfernt, wo am 7. Februar die Olympischen Winterspiele beginnen werden.

Ein Freund von ihm hat Fotos in Netz gestellt, die den Demonstranten Pavel Lebedev mit der Flagge zeigen - und auch, wie er anschließend von Olympia-Sicherheitsleuten niedergerungen wird in den Schnee. Schließlich kam die Polizei, um ihn festzunehmen. Die Nachrichtenagentur AP erreichte Lebedev per Telefon in der Polizeistation, er sagte, er werde noch immer befragt.

"Die Spiele hier auszurichten, widerspricht den grundlegenden Prinzipien der Olympischen Spiele, die darin bestehen, Toleranz zu fördern", so der Demonstrant. Als Grund für seinen Protest gab er wachsende Homophobie in seinem Heimatland an.

Wladimir Putins umstrittenes Verbot von "Homosexuellen-Propaganda" hat international für Empörung gesorgt, Kritiker beklagen die Diskriminierung von Schwulen und Lesben. Homosexuellenverbände hatten daraufhin gefordert, in Sotschi gegen Diskriminierung protestieren zu dürfen. Erst sollte das verboten werden, dann lockerte Putin die Regelung ein wenig.

Proteste dürften nun doch stattfinden, unter der fragwürdigen Bedingung, dass sie mit den Behörden genau abgestimmt werden.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 145 Beiträge
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1. Irrwitzige Ängste
BlogBlab 18.01.2014
Zitat von sysopAPEin Zuschauer des olympischen Fackellaufs hat aus Protest die gegen Homophobie in Russland eine Regenbogenflagge geschwenkt. Kurz darauf haben Sicherheitskräfte ihn zu Boden gerungen und festgenommen. Olympischer Fackellauf: Russischer Demonstrant festgenommen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/olympischer-fackellauf-russischer-demonstrant-festgenommen-a-944284.html)
Dieser Vorfall dürfte all die Foristen, die stets behaupteten, dieses Anti-Propagandgesetz richtete sich lediglich gegen die öffentliche Zurschaustellung homosexueller Praktiken vor Kindern ad absurdum führen. Die Staatsmacht scheint offensichtlich die irre Vorstellung zu haben, dass Minderjährige beim Anblick der Regenbogenflagge umgehend homosexuell würden.
2. Boykott!
michibln 18.01.2014
Ich habe mir ja früher ganz gerne mal die Olympia-Übertragungen reingetan, aber für die Spiele in Sotschi bleibt der Fernseher aus.
3. Obszön, aber schön
taglöhner 18.01.2014
Eine Regenbogenflagge! Igitt! Greenpeace hat doch auch sowas. Die sind in Russland ja auch untendurch. Und die Volunteers sind ebenfalls ganz bunt gekleidet. Oder nur die schwulen oder lesbischen unter Ihnen? Wer weiß! Und die Olympische Fahne... Überall zweideutige Signale, zum Wiehern. Und das Geilste ist: Genau das Thema, dass eigentlich unter den Ladentisch soll, wird eine Zeitlang zur No1 in Putins Agenda. Der hat bestimmt schon ganz rote Öhrchen. Ich glaube Sochi wird echt lustig. Hoffentlich wird nicht nur in Schwarzweiß übertragen.
4. Ein Demonstrant ist festgenommen worden?
güti 18.01.2014
Zitat von sysopAPEin Zuschauer des olympischen Fackellaufs hat aus Protest die gegen Homophobie in Russland eine Regenbogenflagge geschwenkt. Kurz darauf haben Sicherheitskräfte ihn zu Boden gerungen und festgenommen. Olympischer Fackellauf: Russischer Demonstrant festgenommen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/olympischer-fackellauf-russischer-demonstrant-festgenommen-a-944284.html)
zufällig waren auch noch Kameras dabei? Und wie war das mit dem Sack Reis?
5. Diese Spiele
HeinerBecker 18.01.2014
werden boykottiert. Muss man sich nicht ansehen.
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Reisetipps für Olympia-Gäste in Sotschi
Tickets für die Wettbewerbe
Über die offizielle Ticketseite können nur in Russland wohnende Olympia-Fans Karten kaufen. In Deutschland bucht man bei dem offiziellen Ticketverkäufer Dertour, der auch eine Übersicht über alle Wettbewerbe und Eintrittspreise anbietet. Zusätzlich zum Ticket braucht jeder Zuschauer einen "Spectator Pass", den er im Vorfeld der Veranstaltung online über die Website pass.sochi2014.com beantragen kann oder in einem der Registrierungszentren, wo man ihn auch abholen und aktivieren lassen muss. Eine Übersicht der Adressen mit Lageplan ist ebenfalls auf pass.sochi2014.com abrufbar.
Anreise mit dem Auto
Fast 3000 Kilometer trennen Berlin und Sotschi. Entsprechend beschwerlich gestaltet sich die Anreise, wenn man nicht das Flugzeug nimmt. Etwa 34 Stunden dauert eine Autofahrt durch Polen und die Ukraine nach Russland. Aber Achtung: Auch der Verkehr in Sotschi selbst war zuletzt wegen der vielen olympiabedingten Baustellen stark beeinträchtigt - das Aufkommen während der Olympischen Spiele wird kaum geringer sein. Um die Lage auf den Straßen zur Zeit des Großereignisses etwas zu entspannen, darf der offizielle Olympia-Verkehr auf gesonderten Spuren fahren - wie in London im Sommer 2012.
Anreise mit der Bahn
Wer mit der Bahn nach Sotschi fahren möchte, muss von Berlin aus etwa 56 Stunden im Zug verbringen - das ist die kürzeste Verbindung, die die Deutsche Bahn und die russische Eisenbahn RZD anbieten. Mit dem Nachtreisezug EuroNight aus Paris (Halt unter anderem auch in Mannheim, Frankfurt am Main, Fulda, Hannover und Frankfurt (Oder)) gelangt man in etwa 24 Stunden nach Moskau. Je nach Verbindung geht es dann mit teils zwei- bis dreimal Umsteigen weiter nach Sotschi. Informieren kann man sich auf der Serviceseite der Deutschen Bahn, buchen nur in den Reisezentren.
Anreise mit dem Flugzeug
Lufthansa bietet vom 24. Januar bis zum 17. März Direktflüge von Frankfurt am Main aus an, die dreieinhalb Stunden dauern. Die russische Airline Orenair fliegt von Ende Januar bis Anfang März von Frankfurt am Main, München und Düsseldorf nach Sotschi. Eine Alternative ist der Umweg über Moskau: Unter anderem Air Berlin, Lufthansa und German Wings fliegen einen der drei internationalen Flughäfen der russischen Hauptstadt von Deutschland aus an, unter anderem von Hamburg, Berlin, München und Frankfurt am Main. Vom Flughafen Sotschi, der im 30 Kilometer entfernten Adler liegt, gelangt man per Zug, Taxi oder Shuttle ins Zentrum, zu den olympischen Stätten und zu den Unterkünften.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verbindung Dresden-Krasnodar, die Hamburg Airways einmal wöchentlich anbietet. Von Krasnodar aus gelangt man per Zug oder mit dem Auto nach Sotschi.
Anreise mit dem Schiff
Auch eine Anreise per Schiff ist möglich, schließlich liegt Sotschi am Schwarzen Meer. Direkte Seeverbindungen gibt es von Noworossijsk etwas weiter nördlich an der Küste (circa dreieinhalb Stunden) sowie vom südlich gelegenen Trabzon in der Türkei (je nach Boot viereinhalb bis zwölf Stunden). Informationen zu möglichen Verbindungen gibt es auf der offiziellen Seite des Hafens von Sotschi.
Unterkünfte
Man sollte sich gut überlegen, wo man unterkommt: In Sotschi herrscht schon ohne Olympia-Gäste großes Verkehrschaos. Die Stadt ist mit 147 Kilometern der längste Kurort der Welt, und die beiden Wettkampf-"Cluster" in den Bergen und an der Küste nahe dem Flughafen liegen 48 Kilometer auseinander.

Sotschi ist ein beliebter Kur- und Badeort mit vielen Hotels, Pensionen und andere Unterkünften, die auch über Plattformen wie Booking , HRS oder Hotels.com im Internet buchbar sind. Die offizielle Website der Olympischen Spiele bietet ebenfalls eine Zimmervermittlung an.

Unterkünfte auf sieben schwimmenden Hotels sind direkt beim Veranstalter reservierbar: Die Kreuzfahrtschiffe der russischen TUI-Travel-Tochteragentur Svoy TT liegen vom 5. bis zum 24. Februar vor Sotschis Schwarzmeerküste. Jeweils bis zu tausend Passagierplätze liefern sie laut der Nachrichtenagentur Ria Novosti. Komplettpakete aus Übernachtungen auf dem Schiff plus Flug bietet Dertour an.
Benötigte Papiere
Wichtig bei Russland-Reisen: Der Reisepass muss noch sechs Monate gültig sein, zudem braucht man ein Visum. Das Russische Visazentrum in Berlin braucht zwischen vier und 20 Kalendertagen für die Bearbeitung. Bei einer erhöhten Gebühr (95 statt 60 Euro) verkürzt sich die Zeit auf ein bis drei Arbeitstage. Auch spezielle Visaagenturen können ein Visum beantragen. Informationen gibt es bei der russischen Botschaft und über das Auswärtige Amt. Vor der Einreise muss man zudem eine "Migration Card" ausfüllen, von der man einen Abschnitt für die Dauer des Aufenthalts zurückerhält und bei der Ausreise wieder abgeben muss.
Kleidung und Wetter
Sotschi wirbt mit einem "milden subtropischen Klima, hohen Bergen mit viel Grün, einem warmen azurblauen Meer, heilenden mineralischen und Matsesta-Quellen". Die Stadt sei "einer der besten Küsten- und balneologischen Erholungsorte weltweit" - und aufgrund der umgebenden Berge zudem ideal für Wintersport. Die Durchschnittstemperatur liegt im Winter bei acht bis zehn Grad Celsius. Besucher der Olympischen Spiele sollten darauf achten, sich richtig anzuziehen, heißt es auf der offiziellen Olympia-Seite. Das Wetter könne schnell umschlagen, und besonders in den Bergen sollte man sichergehen, warme und wasserdichte Kleidung zu tragen, um sich vor großen Mengen Schnee zu schützen.

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