Verurteilter Paralympics-Star Gericht weist Berufungsantrag von Oscar Pistorius zurück

Oscar Pistorius hat vor dem südafrikanischen Verfassungsgericht eine Niederlage erlitten. Der wegen Totschlags verurteilte ehemalige Sportler hatte Rechtsmittel gegen eine Haftstrafe eingelegt.

Oscar Pistorius (Archiv)
DPA

Oscar Pistorius (Archiv)


Das Verfassungsgericht in Südafrika hat den Antrag auf Berufung des wegen Totschlags verurteilten früheren Spitzensportlers Oscar Pistorius zurückgewiesen. Dies teilte das Gericht in Johannesburg in einer Erklärung vom 28. März mit, die erst einige Tage später veröffentlicht wurde.

Der 31-Jährige wollte gegen die höhere Haftstrafe von 13 Jahren und fünf Monaten in Berufung gehen, die das Berufungsgericht im November vergangenen Jahres verhängt hatte. Die Richter hätten die von der ersten Instanz erkannten mildernden Umstände außer Acht gelassen, hieß es damals zur Begründung.

Der unterhalb beider Knie amputierte Pistorius hatte am Valentinstag 2013 seine Freundin Reeva Steenkamp in seinem Haus mit vier Schüssen durch eine Toilettentür getötet. Er hatte eigenen Angaben zufolge einen Einbrecher hinter der Tür vermutet. Sein Fall vom international gefeierten Athleten zum Todesschützen und die darauffolgende juristische Auseinandersetzung durch mehrere Instanzen hatte weltweit Aufsehen erregt.

Im Oktober 2014 wurde Pistorius zunächst wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt und ein Jahr später in den Hausarrest entlassen. Ein Berufungsgericht sprach ihn jedoch im Dezember 2015 des Totschlags schuldig, da er mit seinen Schüssen den Tod eines Menschen billigend in Kauf genommen habe. Im Juli 2016 wurde er zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Pistorius hatte als Sprinter bei Paralympischen Spielen auf eigens angefertigten Karbon-Prothesen sechs Goldmedaillen gewonnen. In London startete er 2012 als erster beinamputierter Sportler bei den Olympischen Spielen.

bbr/dpa

TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.