Beschwerde gegen Mordurteil Oscar Pistorius scheitert vor Verfassungsgericht

Oscar Pistorius fühlte sich als Opfer eines unfairen Verfahrens - und reichte Beschwerde beim Verfassungsgericht ein. Dieses hat die Berufung des Paralympics-Stars nun abgewiesen.

Oscar Pistorius (Archiv)
AFP

Oscar Pistorius (Archiv)


Der südafrikanische Sprinter Oscar Pistorius ist vor der höchsten juristischen Instanz des Landes mit einer Beschwerde gegen seine Verurteilung wegen Mordes gescheitert. Das Verfassungsgericht habe den Antrag auf Berufung wegen mangelnder Aussicht auf Erfolg abgewiesen, sagte ein Justizsprecher.

Pistorius hatte seine damalige Freundin Reeva Steenkamp am Valentinstag 2013 in seinem Haus erschossen. Er beteuerte stets, seine Freundin für einen Einbrecher gehalten und in Panik geschossen zu haben.

In zweiter Instanz wurde der unterhalb der Knie amputierte Sportler im Dezember 2015 wegen Mordes verurteilt. Das Strafmaß wurde noch nicht festgelegt, dem Verurteilten droht allerdings eine Haftstrafe von 15 Jahren.

Der 29-Jährige befindet sich nach Zahlung einer Kaution im Hausarrest. In erster Instanz war er wegen fahrlässiger Tötung zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft legte Berufung ein, sie plädierte auf Mord.

Das Berufungsgericht kam im Dezember dann zu dem Urteil, dass Pistorius mit "krimineller Absicht" gehandelt habe und damit habe rechnen müssen, jemanden hinter der geschlossenen Tür zu töten - unabhängig von der Identität.

wit/AFP/AP

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