Paketexplosionen in Austin Zwei Tote innerhalb weniger Tage

In der US-Großstadt Austin sind zwei Menschen durch explodierende Pakete zu Tode gekommen. Die Polizei schließt Hassverbrechen nicht aus.

Ermittler am Tatort in Austin, Texas
AP/Ricardo B. Brazziell/Austin American-Statesman via AP

Ermittler am Tatort in Austin, Texas


Die todbringenden Pakete lagen vor der Eingangstür: Im Abstand von zehn Tagen sind in Austin im US-Bundesstaat Texas zwei Menschen durch Sprengsätze gestorben, die in Päckchen versteckt waren.

Am 2. März starb ein 39-jähriger Mann im Nordosten von Austin durch ein explodierendes Paket. Am Montag um 6.45 Uhr Ortszeit ereignete sich eine weitere Explosion in der Küche eines Wohnhauses in der texanischen Großstadt.

Ein 17-Jähriger erlag seinen schweren Verletzungen. Eine etwa 40-jährige Frau wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Sie sei verletzt, befinde sich aber auf dem Weg der Besserung, sagte ein Polizeisprecher.

Austins Polizeichef Brian Manley erklärte, das Paket sei explodiert, als es geöffnet wurde. Die Nachbargebäude wurden sofort evakuiert. Jetzt ermitteln der Zoll und das FBI. Es sei nicht auszuschließen, dass die beiden Fälle miteinander in Beziehung stünden, so die Polizei.

Die Post der Vereinigten Staaten ließ nach einer internen Prüfung mitteilen, das Päckchen sei nicht über die Post zugestellt worden.

Nur wenige Stunden später kam es am Montag zu einer weiteren Explosion in der Stadt. Dabei erlitt eine Frau schwere, möglicherweise lebensbedrohliche Verletzungen, wie der Rettungsdienst auf Twitter mitteilte. Unklar blieb zunächst, ob dort ebenfalls ein Paket explodiert war.

Das Motiv sei unklar. Man schließe aber ein Hassverbrechen nicht aus. Die beiden Häuser, in denen die Pakete explodierten, gehörten Afroamerikanern, sagte Manley. Der Polizeichef rief die Bevölkerung zu äußerster Vorsicht auf.

ala/dpa

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