Paketexplosionen in Texas Mutmaßlicher Serientäter tötet sich selbst

Im US-Bundesstaat Texas ist ein mutmaßlicher Serientäter während seiner Festnahme gestorben. Er soll für fünf Paketbomben-Anschläge mit zwei Toten und mehreren Verletzten verantwortlich gewesen sein.

REUTERS

Der Tatverdächtige im Fall der Paketbomben-Anschläge im US-Bundesstaat Texas ist tot. Dies berichten mehrere Lokalzeitungen aus Austin; auch die Polizei bestätigte dies inzwischen auf Twitter.

Bei dem mutmaßlichen Täter soll es sich nach Informationen der Nachrichtenagentur AP und lokalen Medien um Mark Anthony Conditt handeln. Der junge Mann soll in Austin gelebt haben.

Einsatzkräfte hatten nach dem Mann gesucht, der unter Verdacht stand, im US-Bundesstaat im März zwei Menschen bei fünf Anschlägen getötet und mehrere andere verletzt zu haben.

In Round Rock nahe Austin wurde der Tatverdächtige von der örtlichen Polizei und dem FBI gestellt. Er habe sich daraufhin in einem Auto selbst in die Luft gesprengt, berichtete die Zeitung "Austin American-Statesman". Die Polizei soll Schüsse abgegeben haben.

Conditt soll für sämtliche Paketbombenanschläge seit dem 2. März verantwortlich sein. Es sei noch unklar, ob der Mann Komplizen gehabt habe oder Einzeltäter gewesen sei, so die Polizei. Die Ermittler warnten ausdrücklich vor möglicherweise noch zirkulierenden Paketbomben oder Sprengsätzen.

Kurz vor dem Tod des Tatverdächtigen waren Aufnahmen einer Überwachungskamera aufgetaucht, auf denen er zu sehen ist.

Die Polizei sei dem Mann über verdächtige Transaktionen im Internet auf die Spur gekommen, hieß es. Die Ermittler hatten daraufhin seine Suchanfragen bei Google überprüft, die den Verdacht bestätigt hätten. Aber auch Zeugenaussagen hätten den Ermittlern geholfen, sagte der Polizeisprecher.

Nach den ersten drei Bomben hatten die Ermittler unter anderem ein rassistisches Motiv vermutet, weil die Opfer Afroamerikaner und eine Frau hispanischen Ursprungs waren. Die vierte Bombe passte aber nicht in dieses Muster, weil sie im Gegensatz zu den anderen Paketen nicht genau adressiert war und jeden hätte treffen können.

ala/Reuters/AP

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.