Pakistan Mutmaßlicher Mörder der siebenjährigen Zainab Ansari gefasst

Die siebenjährige Zainab Ansari wurde vergangene Woche in Pakistan entführt, vergewaltigt und ermordet. Sie wurde offenbar das Opfer eines Serientäters - mit einem DNA-Massentest kamen ihm Ermittler auf die Spur.

Gedenken an siebenjährige Zainab Ansari
AP

Gedenken an siebenjährige Zainab Ansari


Ermittler in Pakistan haben den mutmaßlichen Mörder einer Siebenjährigen festgenommen. Der 24-jährige Mann habe die Tat zugegeben und die auf der Leiche gefundene DNA stimme mit der des Mannes überein, sagte Shahbaz Sharif, Chief Minister der Provinz Punjab, bei einer Pressekonferenz am Dienstag in Lahore. 1150 DNA-Proben seien ausgewertet worden.

Die Polizei hatte Zainab Ansaris Leiche in der vergangenen Woche in einer Mülltonne in der Stadt Kasur entdeckt, vier Tage nachdem das Mädchen offenbar entführt wurde. In Kasur gab es im vergangenen Jahr rund ein Dutzend ähnlicher Fälle von entführten, vergewaltigten und ermordeten minderjährigen Mädchen, wie der örtliche Polizeichef sagte.

Mohammad Amin zeigt ein Foto seiner Tochter Zainab
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Mohammad Amin zeigt ein Foto seiner Tochter Zainab

Am Dienstag teilte er mit, der mutmaßliche Täter habe in Zainabs Nachbarschaft gewohnt. Ein Polizist, der anonym bleiben wollte, sagte, der Beschuldigte habe mehrere Morde zugegeben. Er werde verdächtigt, mindestens sieben Mädchen vergewaltigt und getötet zu haben.

Der Fall Zainab Ansari löste Empörung aus, es kam zu gewalttätigen Protesten. Hunderte aufgebrachte Einwohner Kasurs versuchten Medienberichten zufolge, Polizeiwachen und Behördenbüros in dem Ort zu stürmen. Sie warfen den Behörden vor, untätig gewesen zu sein. Zwei Menschen kamen bei den Protesten ums Leben.

Die Stadt war 2015 international in die Schlagzeilen gekommen, als Hunderte Videos aufgetaucht waren, in denen zu sehen war, wie Kinder sexuell missbraucht werden. Die Polizei nahm mehrere Mitglieder eines mutmaßlichen Kinderpornorings fest, der Aufnahmen an europäische Webseiten verkauft haben soll.

mja/Reuters

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