Pariser Satiremagazin "Charlie Hebdo" Mindestens elf Tote bei Anschlag auf Zeitungsredaktion

Zwei schwer bewaffnete Männer haben eine Zeitungsredaktion in Paris überfallen und mit Kalaschnikows um sich geschossen. Dabei wurden mindestens elf Menschen getötet, es gibt mehrere Verletzte.

AFP

Paris - In einer Zeitungsredaktion in Paris hat es einen bewaffneten Überfall gegeben. Mindestens elf Menschen wurden dabei getötet, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Vorfall ereignete sich demnach in den Räumen des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo", das in der Vergangenheit mehrfach mit provokanten Mohammed-Karikaturen für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Nach Angaben der Polizei drangen zwei Männer mit einer Kalaschnikow und einem Raketenwerfer in die Räume der Zeitung ein. Mehrere Menschen seien schwer verletzt worden, teilte das Pariser Rathaus mit. Die Redaktionsräume liegen im 11. Arrondissement in Paris nahe dem Boulevard Richard-Lenoir.

Die Täter sollen laut "Libération" flüchtig sein. Auf der Flucht sollen sie einen Polizisten verletzt haben. Premierminister Manuel Valls wird in Kürze am Tatort erwartet, ebenso Präsident François Hollande. Dieser berief eine Krisensitzung ein.

Bereits am 2. November 2011 war auf die Redaktion des Satiremagazins am Boulevard Davout in Paris ein Brandanschlag verübt worden, der mutmaßlich mit dem Abdruck einer Mohammed-Karikatur auf der Titelseite in Zusammenhang stand.

jbe/ala/AFP/Reuters



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