Tod eines Jugendlichen in Passau Bayerns Innenminister spricht von "besonders brutaler Schlägerei"

Eskalierte in Passau der Streit zwischen zwei Jugendgruppen? Bayerns Innenminister Joachim Herrmann legt das nahe. Die Polizei sucht Zeugen der Schlägerei, bei der ein 15-Jähriger starb.

Rettungskräfte vor der Fußgängerpassage in Passau
DPA/ Passauer Woche/ Sebastian Daiminger

Rettungskräfte vor der Fußgängerpassage in Passau


Nach dem Tod eines 15-Jährigen bei einer Schlägerei in Passau, hat sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zu dem Vorfall geäußert. Seines Wissens nach handele es sich mutmaßlich um Auseinandersetzungen von zwei verschiedenen Jugendgruppen, die schon länger im Clinch miteinander gelegen hätten, sagte er dem Radiosender Antenne Bayern. Er sprach von einer "besonders brutalen Schlägerei".

Bei der Schlägerei in der niederbayerischen Stadt brach der 15-Jährige zusammen und starb wenig später in einer Klinik. Nach der Auseinandersetzung am Montagabend wurden sechs junge Leute im Alter zwischen 14 und 25 Jahren festgenommen, wie die Polizei mitteilte. Bei fünf von ihnen werde geprüft, ob sie in Untersuchungshaft müssen. Die genaue Todesursache soll durch eine Obduktion in München geklärt werden.

Laut Polizei eskalierte ein zunächst verbaler Streit. Insgesamt waren rund 20 Personen bei der Schlägerei anwesend. Eine Passantin rief die Polizei. Als die Beamten eintrafen, verschwanden die Beteiligten. Mit einem größeren Aufgebot an Landes- und Bundespolizisten seien die sechs Verdächtigen gefasst worden, hieß es. Das Opfer stammt aus dem Landkreis Passau.

Die Tat ereignete sich in der Passauer Innenstadt bei einer Einkaufspassage. Laut einem Streetworker des Jugendamts handelt es sich um einen bei jungen Leuten beliebten Treffpunkt. Die Ermittler suchen nun nach Zeugen, die das Geschehen beobachtet haben. Insbesondere bittet die Polizei eine Frau mit einem Hund, sich zu melden.

bbr/dpa



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