Sea-Shepherd-Gründer: Japan bestätigt Auslieferungsantrag gegen Paul Watson

Deutschland soll den flüchtigen Hai- und Walschützer Paul Watson festnehmen und an Japan ausliefern. Der asiatische Staat hat beim Auswärtigen Amt einen entsprechenden Antrag gestellt. Auch aus Costa Rica gibt es ein ähnliches Gesuch.

Tierschützer Watson (Archivfoto): Auslieferungsanträge aus Japan und Costa Rica Zur Großansicht
dapd

Tierschützer Watson (Archivfoto): Auslieferungsanträge aus Japan und Costa Rica

Berlin - Gegen den aus Deutschland geflohenen Tierschützer Paul Watson liegt ein Auslieferungsersuchen Japans vor. Am Donnerstag vergangener Woche habe die japanische Botschaft in Berlin dem Auswärtigen Amt Dokumente übergeben, "mit denen die japanische Küstenwache bei den deutschen Justizbehörden eine vorläufige Festnahme von Paul Watson mit dem Ziel einer Auslieferung nach Japan beantragt", teilte die Botschaft nun mit. Ein weiteres Auslieferungsgesuch Costa Ricas sei "eine Angelegenheit, die ausschließlich Deutschland und Costa Rica betrifft".

Watsons Flucht aus Deutschland war am Mittwoch bekannt geworden. Über den derzeitigen Aufenthaltsort des 61-jährigen Kanadiers ist nichts bekannt. Nach Angaben seiner Walschutzorganisation Sea Shepherd fürchtete der Tierschützer im Zusammenhang mit seiner geplanten Abschiebung nach Costa Rica auch einen Auslieferungsantrag Japans.

Einsätze gegen Japans Walfangflotte sind ein Schwerpunkt der Aktivitäten von Sea Shepherd. Costa Rica wirft Watson Behinderung der Schifffahrt vor. Dabei geht es um eine Aktion aus dem Jahr 2002, als Watsons Organisation vor der Küste Guatemalas einen Film über die Jagd auf Haie drehte.

Mitte Mai wurde Watson mit internationalem Haftbefehl am Frankfurter Flughafen festgenommen. Das Frankfurter Oberlandesgericht setzte die gegen ihn verhängte Haft aber gegen eine Kaution von 250.000 Euro und strenge Auflagen außer Kraft. Er durfte Deutschland nicht verlassen und musste sich regelmäßig bei der Polizei melden.

ulz/AFP

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