Bundeskriminalamt Keine DNA von Peggy an Asservaten aus NSU-Wohnmobil

Hat Uwe Böhnhardt etwas mit dem Tod der kleinen Peggy zu tun? Im Wohnmobil des untergetauchten Neonazis waren auch Kindersachen gefunden worden. Darauf fand sich laut BKA aber keine DNA-Spur des ermordeten Mädchens.

Brennendes NSU-Wohnmobil 2011 in Eisenach
DPA

Brennendes NSU-Wohnmobil 2011 in Eisenach


Im November 2011 wurden in einem ausgebrannten Wohnmobil in Eisenach die Leichen von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos gefunden - es war das Ende des "Nationalsozialistischen Untergrunds" (NSU). Die beiden Neonazis, die jahrelang mit Beate Zschäpe im Untergrund gelebt hatten, werden für die Morde an neun Kleinunternehmern und einer Polizistin verantwortlich gemacht.

Nun gibt es einen neuen Verdacht: Hatte Uwe Böhnhardt 2001 auch etwas mit dem Verschwinden der neunjährigen Peggy aus dem oberfränkischen Lichtenberg zu tun? Erst in diesem Sommer waren die sterblichen Überreste des Mädchens gefunden worden; an einem Stück Stoff vom Fundort stellten Ermittler die DNA Böhnhardts fest. Diesen DNA-Treffer erhielten die Ermittler laut einem Polizeisprecher erst in dieser Woche: "Die Erkenntnisse haben wir noch nicht lange."

Nun werden ungeklärte Details aus dem NSU-Komplex erneut unter die Lupe genommen - so hatten die Fahnder 2011 im ausgebrannten Wohnmobil auch Kindersachen gefunden, deren Herkunft unklar ist. Wie der Chef des Bundeskriminalamts Holger Münch mitteilte, ist daran jedoch keine DNA-Spur Peggys gefunden worden. Das BKA habe unter anderem eine Sandale aus dem Wohnmobil untersucht. Es sei eine weibliche DNA gesichert worden, die aber nicht von Peggy stamme. Die Gegenstände lagern in der Asservatenkammer des BKA.

sms/hut/dpa



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