Geldstrafe bezahlt Ex-Pegida-Frontfrau muss doch nicht ins Gefängnis

Tatjana Festerling drohten 120 Tage Gefängnis, sie hatte eine Geldstrafe wegen Volksverhetzung und Beleidigung nicht bezahlt. Nun hat sie doch gezahlt - und entkommt der Haft.

Tatjana Festerling
DPA

Tatjana Festerling


Die frühere Frontfrau der islam- und ausländerfeindlichen Pegida, Tatjana Festerling, muss nicht wegen Volksverhetzung ins Gefängnis. Eine Geldstrafe sei nun vollständig bezahlt, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden. Damit droht der 54-Jährigen keine Ersatzfreiheitsstrafe mehr.

Wegen Volksverhetzung und Beleidigung in drei Fällen hatte das Amtsgericht Dresden einen Strafbefehl gegen die 54-Jährige verhängt. Festerling hatte unter anderem bei Pegida mit Blick auf Flüchtlinge von "muslimischen Wurfmaschinen" und einem "Geburten-Dschihad" gesprochen.

Festerling bat Unterstützer um Geld

Der Strafbefehl sah eine Geldstrafe in Höhe von 3000 Euro vor. Da sie diese zunächst nicht bezahlte, drohten ihr 120 Tage Gefängnis als Ersatzfreiheitsstrafe. Auf ihrer Internetseite hatte sie ihre Unterstützer deshalb um Geld gebeten. In einer Videobotschaft hatte sie sich als Opfer politischer Verfolgung inszeniert.

2015 war Festerling als Kandidatin der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" (Pegida) in Dresden bei der Oberbürgermeisterwahl angetreten und hatte im ersten Wahlgang knapp zehn Prozent der Stimmen geholt. Ein Jahr später hatte sie das Bündnis im Streit mit Pegida-Chef Lutz Bachmann verlassen.

fgr/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.