Mord im U-Boot Mithäftling schlägt Peter Madsen

Wegen der Ermordung der Journalistin Kim Wall wurde Peter Madsen zu lebenslanger Haft verurteilt. Rund ein Jahr nach der Tat hat ein Mithäftling den dänischen U-Boot-Bauer nun offenbar attackiert.

Peter Madsen (Archiv)
REUTERS/ Scanpix

Peter Madsen (Archiv)


Der dänische Tüftler Peter Madsen, der wegen Mordes in seinem selbstgebauten U-Boot zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, ist laut seiner Verteidigerin im Gefängnis angegriffen worden. Nach dem Vorfall am Mittwoch gehe es ihm den Umständen entsprechend gut, sagte die Anwältin dänischen Medien.

Die Polizei bestätigte lediglich einen Vorfall zwischen einem 18 Jahre alten und einem 47 Jahre alten Gefangenen. Nach einem Schlag ins Gesicht sei der 47-Jährige kurz im Krankenhaus behandelt worden.

Der Angriff ereignete sich fast auf den Tag genau ein Jahr, nachdem Madsen am 10. August 2017 mit der schwedischen Journalistin Kim Wall in seinem U-Boot Nautilus in Kopenhagen aufgebrochen war. Laut Urteil folterte er die Journalistin, zerstückelte ihre Leiche und warf sie über Bord. Madsen hatte den Mord stets abgestritten und von einem Unfall gesprochen. Die Länge der Haft will er anfechten, die Berufungsverhandlung beginnt im September.

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Madsens Anwältin sagte der Zeitung "B.T.", sie habe beantragt, dass ihr Klient in ein anderes Gefängnis umziehen dürfe. Ob das damit zu tun hat, wie Madsen von seinen Mitgefangenen behandelt wird, ist unklar. Das Gefängnis Storstrøm, wo der 47-Jährige derzeit einsitzt, ist eines der modernsten in Dänemark.

hut/dpa

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