Tennis-Star Kvitova muss nach Messerattacke mehrere Monate pausieren

Petra Kvitova wird ersten Prognosen zufolge wieder Tennis spielen können. Die Tschechin wurde bereits operiert. Ein Einbrecher hatte sie schwer an ihrer Schlaghand verletzt.

Petra Kvitova (Archivbild)
AP

Petra Kvitova (Archivbild)


Die zweimalige Wimbledonsiegerin Petra Kvitova ist nach der Messerattacke auf sie bereits am Dienstag rund vier Stunden an ihrer linken Schlaghand operiert worden. Die Tschechin wird mindestens drei Monate lang nicht trainieren können, aber ersten Prognosen zufolge wieder Profitennis spielen können.

"Ihre Verletzungen sind ernst, aber Petra ist jung und stark", sagte der Sprecher des tschechischen Fed-Cup-Teams Karel Tejkal. Demnach sehe ihr Chirurg keinen Grund, warum Kvitova nicht wieder Tennis spielen könne. Die Ärzte operierten an allen fünf Fingern ihrer linken Hand.

Kvitova war bei einem Einbruch in ihr Apartment in der Stadt Prostejov im Osten Tschechiens verletzt worden, als sie nach eigenen Angaben versucht hatte, sich selbst zu verteidigen. "Ich bin erschüttert, aber ich lebe", sagte die 26-Jährige. "Die Verletzung ist schwerwiegend und ich werde zu Spezialisten müssen, aber wer mich kennt, weiß, dass ich stark bin und kämpfen werde."

Kurz vor der Attacke hatte die Nummer elf der Welt ihre Teilnahme am Hopman Cup im australischen Perth vom 1. bis 7. Januar abgesagt. Grund dafür war eine Fußverletzung.

Kvitova gewann 2011 und 2014 das bedeutendste Tennisturnier der Welt. Neben den beiden Triumphen in Wimbledon gelangen ihr auf der WTA-Tour 17 weitere Turniersiege. Außerdem holte sie 2016 in Rio de Janeiro Bronze bei den Olympischen Sommerspielen. Mit dem tschechischen Team gewann Kvitova zwischen 2011 und 2016 fünfmal den Fed Cup.

max/dpa/Reuters



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