Philippinen Diktatorenwitwe Imelda Marcos zu mehreren Jahren Haft verurteilt

Wegen Korruption hat ein Gericht in Manila die ehemalige philippinische First Lady Marcos, 89, zu mehreren Jahren Gefängnis verurteilt. Es geht - auch - um illegale Bankguthaben in der Schweiz.

Imelda Marcos
FRANCIS R MALASIG/EPA-EFE/REX

Imelda Marcos


Imelda Marcos soll ins Gefängnis. Die ehemalige philippinische First Lady wurde wegen Korruption in sieben verschiedenen Fällen zu jeweils mehreren Jahren Haft verurteilt. Dabei geht es unter anderem um illegale Bankguthaben in der Schweiz, die die 89-Jährige zusammen mit ihrem Mann besessen haben soll.

Zudem ordnete ein Sondergericht in der Hauptstadt Manila ihre Verhaftung an. Bei dem Urteilspruch war die Witwe des langjährigen Diktators Ferdinand Marcos (1917-1989) nicht anwesend.

Während ihrer Zeit als First Lady und auch danach machte Imelda Marcos durch einen extravaganten Lebensstil von sich reden, unter anderem durch ihre Sammlung von mehreren tausend Schuhen. In dem Verfahren ging es auch um Konten in der Schweiz, auf denen das Paar in den Siebziger- und Achtzigerjahren etwa 200 Millionen Dollar besessen haben soll, während ihr Land immer tiefer in die Armut rutschte.

Den Gerichtsunterlagen zufolge benutzten die Marcos' für die Konten falsche Namen. Im Zuge der Revolution von 1986 floh die Familie in die USA, wo Ferdinand Marcos drei Jahre später starb. Seine Witwe kehrte später in ihre Heimat zurück.

Imelda Marcos sitzt heute als Abgeordnete im philippinischen Repräsentantenhaus, tritt aber nur noch selten in der Öffentlichkeit auf. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat sie die Möglichkeit, gegen die Verurteilung Berufung einzulegen. Möglich ist auch, dass sie eine Kaution stellt, um vorerst nicht verhaftet zu werden.

wit/dpa



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