Philippinen Polizei sprengt mutmaßlichen Kinderporno-Ring

Getarnt als Callcenter sollen Kinderporno-Händler von den Philippinen Fotos in alle Welt verkauft haben. Nun hat die Polizei des Landes elf Männer festgenommen und zahlreiche Computer beschlagnahmt. "Wir haben sie in flagranti erwischt", sagt ein Polizist.

Polizisten lagern konfiszierte Computer: Kinderporno-Ring gesprengt
AFP

Polizisten lagern konfiszierte Computer: Kinderporno-Ring gesprengt


Manila - Die philippinische Polizei hat elf Männer festgenommen, die pornografische Bilder von Kindern verkauft haben sollen. Sie stürmte Dienstagnacht die Räume von zwei Unternehmen in Manila. Die Räume, in denen die mutmaßlichen Verbrecher arbeiteten, waren als Callcenter getarnt.

Die Philippinen gelten seit einiger Zeit als ein Zentrum von Kinderpornografie-Ringen. Die Polizei hat versprochen, gegen diese Verbrechersyndikate vorzugehen. "Wir haben sie in flagranti erwischt", sagte Ronald Aguto, der Chef der Abteilung für Internet-Kriminalität von Manilas Polizei.

Auf den Bildern seien 12- bis 16-jährige philippinische Kinder zu sehen. Offenbar vermutet die Polizei, dass die Festgenommenen auch in die Produktion der Bilder involviert sind: Neben dem Vertrieb von Kinderpornografie wirft sie ihnen auch Menschenhandel vor.

Angeblich sprachen die mutmaßlichen Täter Besucher einschlägiger Chaträume aus der ganzen Welt an und zeigten ihnen Bilder, um sie von einem Abonnement zu überzeugen. Offenbar mit Erfolg: Laut Polizei verlangten sie umgerechnet rund 3,50 Euro für ein Abo und verdienten damit täglich rund 6000 Euro.

ade/AFP

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