114 Waffen und eine Tonne Munition Gigantisches Waffenlager bei Hamburg entdeckt

114 Waffen, 71.000 Schuss, eine Tonne Munition: Im norddeutschen Pinneberg haben Ermittler ein riesiges Waffenlager ausgehoben. Der Fund war so groß, dass die Bundeswehr anrücken musste.

Teil des Munitionsfunds in Pinneberg
Polizei Bad Segeberg

Teil des Munitionsfunds in Pinneberg


Die Polizei im holsteinischen Pinneberg hat bei einem 62-Jährigen eine gewaltige Menge scharfer Waffen und Munition eingezogen. Abgesehen von 114 Gewehren und Faustfeuerwaffen wurden 71.000 Schuss Munition mit einem Gesamtgewicht von mehr als einer Tonne beschlagnahmt, wie die Polizei in Bad Segeberg mitteilte.

Allein die Munition hatte demnach ein Gewicht von etwa einer Tonne, zusammen mit Projektilen und Patronenhülsen habe es sich um etwa 1,5 Tonnen gehandelt. Sichergestellt worden seien auch Spezialwerkzeuge zur Herstellung von Munition sowie auffällige Schriften.

Aufgrund der großen Menge musste neben dem Kampfmittelräumdienst auch die Bundeswehr anrücken, um die Munition einzulagern. Der verhaltensauffällige Besitzer musste den Ermittlern zufolge seine Sammlung abgeben, weil er laut Gericht die erforderliche Zuverlässigkeit für den Umgang damit nicht mehr besitzt.

Die Ermittler entdeckten bei der Razzia auch Hieb- und Stichwaffen sowie Chemikalien zur Herstellung von Munition und Sprengstoffen im zweistelligen Kilogrammbereich. Der Mann wehrte sich laut Polizei so sehr gegen den Abtransport seiner Sammlung, dass er vorübergehend in Gewahrsam genommen werden musste.

mxw/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 177 Beiträge
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Seite 1
Strangelove 17.02.2017
1.
Es ist mir völlig unverständlich wieso jemand überhaupt so viele Waffen und Munition legal besitzen durfte wie es der Artikel suggeriert. Weiß da jemand mehr?
dibbi 17.02.2017
2. verhaltensauffällig
Wie kann es sein dass ein "verhaltensauffälliger" Mann Muniton und Waffen in derartigem Umfang besitzt. Zwischen den Zeilen des Artikels liest es sich, als hätte die Zuständige Behörde sogar Kenntnis um die Menge. Laut Artikel handelte es sich nicht um illegalen Besitz, sondern um Wegfall der Eignung, Wieso kann ein Privatmann in Deutschland soviel Zeugs besitzten? HAtte er 114 Gewehre auf der Waffenbesitzkarte stehen?!
scatman899 17.02.2017
3.
Zitat: (weil er laut Gericht die erforderliche Zuverlässigkeit für den Umgang damit nicht mehr besitzt.) Erstaunlich ist das man eine Zuverlässigkeit für die Menge überhaupt besitzen kann. Das allein ist schon krank!
bonus_bonus 17.02.2017
4. Sammelwahn
Klingt für mich nach einem Menschen mit Messisyndrom, sowohl das irrationale horten solcher Mengen, als auch die Emotionalität während der Enteignung. Er tut mir etwas Leid, aber es ist gut, dass die Waffen aus dem Verkehr gezogen werden. So sollte es ALLEN Waffen ergehen.
Thoddy 17.02.2017
5. @2
Also mein Onkel ist Waffensammler (und Jäger) und hat 120 unterschiedliche Waffen eingetragen. Munition kommt da auch einiges zusammen, aber niemals in dem Umfang. Die Waffenbesitzkarte kennt doch keine Obergrenze, oder?
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