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Gewalt gegen Beamte: Polizei erklärt Teile Hamburgs zum Gefahrengebiet

Ausschreitungen im Schanzenviertel in Hamburg am 21. Dezember: Eskalation der Gewalt Zur Großansicht
DPA

Ausschreitungen im Schanzenviertel in Hamburg am 21. Dezember: Eskalation der Gewalt

Altona, Sankt Pauli, Sternschanze: Die Hamburger Polizei erklärt Teile der Hansestadt erneut zum Gefahrengebiet. Grund sind mehrere gewalttätige Angriffe auf Beamte und Wachen in den vergangenen Wochen.

Hamburg - Mehrfach kam es in den vergangenen Wochen in Hamburg zu gewalttätigen Angriffen auf die Polizei. Nun haben die Sicherheitskräfte reagiert und Teile der Hansestadt erneut zum Gefahrengebiet erklärt. Die Anordnung trete am Samstagmorgen, 6 Uhr in Kraft, teilte die Polizei mit.

Hintergrund sind laut einer Polizeimitteilung unter anderem zwei Angriffe vom 20. und 28. Dezember auf die Davidwache im Stadtteil Sankt Pauli. Vermummte hatten dabei Streifenwagen beschädigt und Beamte verletzt. Für die Hinweise auf die Täter des zweiten Angriffs wurde inzwischen eine Belohnung von 8000 Euro ausgesetzt.

In einem Gefahrengebiet können Beamte Personen und mitgeführte Sachen kontrollieren, Platzverweise erteilen, Aufenthaltsverbote aussprechen und Personen in Gewahrsam nehmen. Man werde die Kontrollen mit Augenmaß durchführen, teilte die Polizei mit. Anwohner und Besucher sollten nicht übermäßig belastet werden. "Gleichwohl wollen wir durch diese Maßnahme sehr deutlich machen, dass die Polizei Hamburg alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen wird, um Leib und Leben ihrer Beamten zu schützen."

Bereits vor einer Demonstration zum Erhalt der Roten Flora, einem linken Kulturzentrum im Schanzenviertel, hatte die Polizei Teile der Stadt zum Gefahrengebiet erklärt. Die Demo eskalierte am 21. Dezember in heftigen Straßenkämpfen, für die sich beide Seiten gegenseitig verantwortlich machten.

Das Gefahrengebiet erstreckt sich auf folgende Teile Hamburgs:

Die Grenzen des Gefahrengebietes in Hamburg: Klicken Sie auf die Karte Zur Großansicht
Polizeipressestelle

Die Grenzen des Gefahrengebietes in Hamburg: Klicken Sie auf die Karte


Das Gefahrengebiet hat laut Polizei folgende örtliche Begrenzungen:

Nördliche Begrenzung: Holstenkamp, Pinneberger Weg, Eimsbütteler Straße, Altonaer Straße, Kleiner Schäferkamp und Schröderstiftstraße

Östliche Begrenzung: Karolinenstraße, Glacischaussee, Helgoländer Allee

Südliche Begrenzung: Die Elbe

Westliche Begrenzung: Max-Brauer-Allee und dann entlang der Gleise der Deutschen Bahn

Das Gefahrengebiet gilt einschließlich der aufgeführten Straßenzüge.

hut

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insgesamt 94 Beiträge
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1. Kompetenz überschritten - Eigentor
raumbefeuchter 03.01.2014
Ist das genannte Gebiet nicht mehr Teil der Republik ? Zum Jetztzustand der gegenwärtigen Postdemokratie gehört wohl auch die schrittweise Aushebelung der Gewaltenteilung.
2. Die schwarz Vermummten-
lmike 03.01.2014
sind das welche vom Treffpunkt der "anonymen Polizisten"? Einheit 77 und die Personalnummern 22 und 24 gleich doppelt vergeben? Sehr vertrauenserweckend!
3. wenn das man
rainking 03.01.2014
die einzigen Rechtsfreien Räume in Deutschland wären, wär ja noch fast alles in Ordnung - aber unsere Gesetzeshüter haben in vielen anderen Stadtteilen in Deutschland auch nichts mehr zu melden.
4. Richtig so!
botelli 03.01.2014
Was in den letzten Wochen in HH abgeht erinnert an bürgerkriegsähnliche Zustände. Diese Linksautonomen Menschen sollten sich alle mal hinterfragen, was das Ziel ihrer Demonstrationen ist. Gewalt gegen Angestellte des Staates anzuwenden ist wohl nicht die beste Idee um politische Forderungen durchzusetzen. Aber sobald sich ein Polizist wehrt, heißt es: "Polizeigewalt gegen unbewaffnete Demonstranten!". Die Realität sieht jedoch anders aus. Polizisten werden attackiert, verletzt, bewusstlos getreten. Man kann nur hoffen, dass diese Linksextremisten bald die volle Härte des Gesetzes zu spüren bekommen und die Gewalt ein Ende nimmt.
5. Gefahrengebiet
Hellsehr 03.01.2014
und Demokraten sind diejenigen, die vermummt durch die Straßen ziehen, zu Gewalt aufrufen, Steine auf Menschen werfen und Autos abfackeln, oder??? Vielen Dank ihr "Demokraten":
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