Von Dominik Drutschmann, Memmingen
Memmingen - Nach dem Schuss an einer Memminger Schule hat die Polizei den mutmaßlichen Täter auf einem Sportplatz gestellt und das Gelände weiträumig abgesperrt. Wie Augenzeugen berichten, waren zahlreiche Polizisten und ein Spezialeinsatzkommando im Stadtteil Steinheim im Einsatz, Beamte verschanzten sich demnach hinter Holzstapeln. Es waren mehrere Schüsse zu hören, die Polizei hat nach eigenen Angaben jedoch keine abgefeuert.
Sie bestätigte einen großen Einsatz, konnte aber zunächst keine Details nennen. Es soll sich jedoch - im Gegensatz zu ersten Vermutungen - nicht um eine Geiselnahme handeln. Die Polizei steht mit dem Jugendlichen in Kontakt. Ziel sei es, ihn zu beruhigen und zum Aufgeben zu überreden. Informationen, dass auch der Vater des Jungen bei der Verhandlungsgruppe sei, bestätigte der Sprecher zunächst nicht.
Einem Augenzeugen zufolge hat ein Fußballtrainer den Achtklässler gegen 17 Uhr auf dem Sportfeld entdeckt und angesprochen. Wenig später hätte ein Training der 8 bis 13 Jahre alten Kinder stattfinden sollen. Der 14-Jährige habe "aggressiv reagiert" und zwei Waffen bei sich gehabt, er saß demnach auf einer Trainerbank.
Viele der Kinder und Eltern sind daraufhin über ein Feld geflüchtet, rund 20 Menschen haben sich im Vereinsheim verschanzt. Die Polizei habe das Gebäude gesichert.
Am Mittag soll der 14-Jährige am Eingang einer Memminger Schule mit scharfen Waffen hantiert und einen Schuss abgegeben haben. Etwa 280 Schüler und Lehrer verbarrikadierten sich danach in den Klassenräumen. Ein Spezialeinsatzkommando durchsuchte das Gebäude, der Achtklässler war aber schon geflüchtet. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.
Mit Material von dpa und Reuters
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