Stuttgart - Spezialeinsatzkräfte haben in Baden-Württemberg zwei gesuchte Mitglieder des italienischen Ablegers der Rockerbande Hells Angels festgenommen. Die beiden mit europäischem Haftbefehl gesuchten Deutschen seien von den italienischen Behörden als gefährlich und gewalttätig eingestuft worden, teilten die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart und das Landeskriminalamt am Freitag mit.
Zielfahnder waren den Männern auf die Spur gekommen. Einer der Gesuchten konnte bereits am 19. Mai im Bodenseekreis festgenommen werden. Der zweite Mann wurde fünf Tage später im Enzkreis überwältigt.
Die beiden Hells Angels sollen mit weiteren Mitgliedern an mehreren Straftaten beteiligt gewesen sein. Unter anderem werden ihnen räuberische Erpressung, Raub und Körperverletzung vorgeworfen.
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich will ein bundesweites Verbot von Rockerclubs prüfen lassen. Er warte auf die Ergebnisse der Razzien aus den vergangenen Tagen und auf die Prüfung durch die Länder, ob sich mittlerweile bundesweite Strukturen der Clubs herausgebildet haben. Wenn das der Fall sei, sei es "die Pflicht des Bundes, entsprechend auf Bundesebene Verbote auszusprechen", sagte Friedrich bei der Innenministerkonferenz in Göhren-Lebbin.
ulz/dpa/dapd
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