Kannibalismus-Sekte in Brasilien: Menschenfleisch in Teigtaschen

Ein obskurer Fall von Kannibalismus schockiert Brasilien. In der Stadt Garanhuns im ländlichen Bundesstaat Pernambuco hat die Polizei drei mutmaßliche Mörder verhaftet. Das Sekten-Trio soll Frauen getötet und ihr Fleisch in Teigtaschen auf der Straße verkauft haben.

São Paulo/Garanhuns - Isabel Cristina Torreão Pires da Silveira schaut freundlich in die Kamera, ihr Bild geht derzeit um die Welt. Die 51-Jährige war in der brasilianischen Stadt Garanhuns für ihre schmackhaften Teigtaschen bekannt. Doch deren Füllung lässt einen schaudern: Eine Zutat für die pikanten Snacks war offenbar Menschenfleisch. Das gestand Pires da Silveira Zeitungen zufolge jetzt der Polizei, nachdem die Beamten die Straßenverkäuferin und zwei mutmaßliche Mittäter am Mittwoch festgenommen haben.

"Ich habe sogar Ihnen eine verkauft," sagte Pires da Silveira laut der brasilianischen Zeitung "Folha de São Paulo" zu einem der Polizisten, der offenbar zu den Kunden der Frau mit den Teigtaschen gehörte. Dem Bericht zufolge erklärte die Frau in ihrer Aussage, die von der Polizei auf Video aufgenommen wurde, dass sie nur "ein bisschen" Menschenfleisch für die Zubereitung der landestypischen Empadas verwendet habe - diese Teigtaschen sind in Deutschland meist unter ihrem spanischen Namen Empanadas bekannt. "Ich habe nur ein paar Stückchen benutzt, meist in Soße", sagte Pires da Silveira laut der englischsprachigen Ausgabe der "Folha" weiter.

Silveira gehört offenbar zu einem Sekten-Trio, das verdächtigt wird, mindestens drei Frauen getötet zu haben, um sie anschließend zu zerteilen, zu essen und ihre Überreste zu vergraben. Gemeinsam

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Kannibalismus-Verdacht in Brasilien: "Ein paar Stückchen, meist in Soße"
mit der Straßenverkäuferin wurde ihr ebenfalls 51-jähriger Mann Jorge Negromonte da Silveira verhaftet sowie dessen 25-jährige Geliebte Bruna Cristina Oliveira da Silva. Die brasilianische Polizei vermutet laut "Folha", dass acht weitere Menschen den mutmaßlichen Mördern zum Opfer gefallen sein könnten.

Polizeiangaben zufolge sind die drei des Kannibalismus verdächtigten Täter Mitglieder in einer Sekte namens "Cartel", wie die Zeitung "O Globo" in ihrem Online-Auftritt meldet. Ziel der Glaubensgemeinschaft sei es offenbar, die Welt zu reinigen und die Bevölkerung zu dezimieren. Dafür sollten jedes Jahr drei Frauen getötet werden, heißt es in der Meldung.

Die mutmaßlichen Mörder ließen sich von einer mysteriösen Stimme leiten

Deren Fleisch sollen die drei Verdächtigen im Kühlschrank aufbewahrt haben, schreibt die Zeitung "Correio Braziliense". Im Haus der mutmaßlichen Mörder lebte demnach auch ein fünfjähriges Mädchen, das ebenfalls Menschenfleisch gegessen haben soll.

Bei der Festnahme fand die Polizei Überreste von zwei Opfern, die das Trio laut "Folha" im Garten begraben haben soll. Es handelt sich offenbar um die Leichen der 20-jährigen Alexandra Falcão und der 31-jährigen Giselly Helena da Silva; beide waren in diesem Jahr als vermisst gemeldet worden. Auch ein weiteres Opfer stand offenbar schon fest: In einem Notizbuch in dem Haus fanden die Beamten den Namen eines 18-jährigen Mädchens, das offenbar als nächstes ermordet werden sollte.

Die Polizei gab "Folha" zufolge an, dass die drei Verdächtigen sich von einer Stimme leiten ließen. Diese habe ihnen die Namen von Frauen eingegeben, die "nicht gut sind". Das Haus der Gruppe wurde inzwischen geplündert und verbrannt, viele Papiere und Beweise fielen dabei den Flammen zum Opfer.

bos

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1. Ein Hinweis auf Hintermänner?
MrStoneStupid 15.04.2012
---Zitat--- Die Polizei gab "Folha" zufolge an, dass die drei Verdächtigen sich von einer Stimme leiten ließen. Diese habe ihnen die Namen von Frauen eingegeben, die "nicht gut sind". Das Haus der Gruppe wurde inzwischen geplündert und verbrannt, viele Papiere und Beweise fielen dabei den Flammen zum Opfer. Kannibalismus-Sekte in Brasilien: Menschenfleisch in Teigtaschen (http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,827603,00.html) ---Zitatende--- Wie schaut es eigentlich in Deutschland aus? Es gibt doch eine Menge unaufgeklärter Vermisstenfälle und vielleicht auch Kinderhandel, verheimlichte Schwangerschaften. Was es leider nicht gibt: eine wirksame Verbrechensbekämpfung, die ganz gezielt nach Verdachtigen sucht, anstatt nur auf Kommissar Zufall zu warten. Millionen illegaler Waffen, tonnenweise illegale Drogen, Milliarden Euro Schwarzgeld, Kinderpornos, etc. in Deutschland aber noch nicht einmal eine umfassende Vorratsdatenspeicherung. Wann wird das endlich besser? (imho)
2.
LeToubib 15.04.2012
Zitat von MrStoneStupidWie schaut es eigentlich in Deutschland aus? Es gibt doch eine Menge unaufgeklärter Vermisstenfälle und vielleicht auch Kinderhandel, verheimlichte Schwangerschaften. Was es leider nicht gibt: eine wirksame Verbrechensbekämpfung, die ganz gezielt nach Verdachtigen sucht, anstatt nur auf Kommissar Zufall zu warten. Millionen illegaler Waffen, tonnenweise illegale Drogen, Milliarden Euro Schwarzgeld, Kinderpornos, etc. in Deutschland aber noch nicht einmal eine umfassende Vorratsdatenspeicherung. Wann wird das endlich besser? (imho)
Klar doch! Menschenfleisch, Waffen und Drogen findet man ja auch durch Vorratsdatenspeicerung ...
3. Lieber ein Käsebrot
Ylex 15.04.2012
Zitat: "...dass sie nur "ein bisschen" Menschenfleisch für die Zubereitung der landestypischen Empadas verwendet habe - diese Teigtaschen sind in Deutschland meist unter ihrem spanischen Namen Empanadas bekannt. "Ich habe nur ein paar Stückchen benutzt, meist in Soße", sagte Pires da Silveira. In Soße geht ja noch, hoffentlich war es wenigstens eine scharfe. Landestypische Empadas also... dann wären die Frauen in den USA zu Hamburgern verarbeitet worden und in Deutschland zu Frankfurter Würstchen oder zu Thüringer Bratwurst, kommt ja immer auf die Region an - aber seien wir ehrlich, das sind doch alles widerliche Vorstellungen. Wer auf soetwas kommt, der muss doch eine krankhafte Phantasie haben, trotzdem soll es solche Leute geben. Mir fallen gerade noch Fragen zur Mindesthaltbarkeit ein bei so viel... nein, passt auch nicht, soll sich die brasilianische Polizei darüber Gedanken machen. Überhaupt ist das kein schönes Thema an einem Sonntagmorgen, ich frühstücke jetzt erstmal, ist noch Corned Beef da und Bierschinken - nee, ich mach' mir lieber ein Käsebrot.
4. Das ist natürlich nicht so einfach
MrStoneStupid 15.04.2012
Zitat von LeToubibKlar doch! Menschenfleisch, Waffen und Drogen findet man ja auch durch Vorratsdatenspeicerung ...
Man muss selbstverständlich gezielt nach Verdachtigen suchen: wer sich z.B. sadistische Videos und verwerfliche Kinderpornos anschaut, ist mit erhöhter Wahrscheinlichkeit ein Verbrecher. Die Verbindungsdaten kann man zur Rasterfahndung nutzen. Mit ein bisschen Know how und Vollzugriff auf das ganze deutsche Netz ist TOR eher ein Hinweis, kein hundertprozentiger Schutz. Wer wählt in Deutschland wohl die Anonymität und wofür? Für politische Diskussionen oder für strafbares? Warum gibt es in Deutschland trotz massiver Mißstände keine Rasterfahndung nach Verbrechern? Ist Deutschland - ein Mafia-Paradies? (http://www.heise.de/tp/artikel/35/35166/1.html) (alles imho)
5. Agatha Christie lässt fragen:
cassandros 15.04.2012
Zitat von MrStoneStupidWie schaut es eigentlich in Deutschland aus? Es gibt doch eine Menge unaufgeklärter Vermisstenfälle und vielleicht auch Kinderhandel, verheimlichte Schwangerschaften. Was es leider nicht gibt: eine wirksame Verbrechensbekämpfung, die ganz gezielt nach Verdachtigen sucht, anstatt nur auf Kommissar Zufall zu warten. Millionen illegaler Waffen, tonnenweise illegale Drogen, Milliarden Euro Schwarzgeld, Kinderpornos, etc. in Deutschland aber noch nicht einmal eine umfassende Vorratsdatenspeicherung. Wann wird das endlich besser? (imho)
Eine Frage: Wie such man *gezielt* nach "Verdächtigen", wenn Menschen *spurlos* verschwinden?
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