85 Patronen im Jahr 2011: Polizisten schießen seltener im Dienst

Die Nutzung von Schusswaffen im Dienst ist bei der Polizei in Deutschland leicht zurückgegangen: Im vergangenen Jahr schossen Beamte 36-mal auf Personen. Sechs Menschen starben, 15 wurden verletzt.

Schwerin - 85 Patronen verfeuerten Polizeibeamte in Deutschland im Jahr 2011 bundesweit auf der Jagd nach Verbrechern, 49 davon waren Warnschüsse. 36-mal gaben die Polizisten gezielte Schüsse ab. Dabei wurden 15 Personen verletzt und sechs getötet, wie aus einer Statistik der Deutschen Hochschule der Polizei im westfälischen Münster hervorgeht.

Diese wurde am Dienstag in Schwerin von Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) als Vorsitzender der Innenministerkonferenz (IMK) vorgestellt. "Unsere Polizisten sind keine "Rowdys in Uniform". Sie sind ausschließlich Recht und Gesetz verpflichtet und erfüllen die Aufgabe, die wir als Gesellschaft ihnen stellen, auf rechtsstaatlicher Grundlage", betonte Caffier.

Die Deutsche Hochschule der Polizei erhebt jährlich im Auftrag der IMK Zahlen zum Dienstwaffengebrauch. Im Jahr 2010 waren sieben Personen durch eine Polizeikugel ums Leben gekommen, 17 Personen wurden verletzt. Insgesamt war bundesweit 37-mal auf Personen geschossen worden, 59 Warnschüsse waren abgegeben worden.

"Es ist erfreulich, dass die Tendenz aller Formen des Schusswaffengebrauchs durch Polizeibeamte gegen Personen weiter rückläufig ist", sagte Caffier. Es sei wichtig, dass die Innenminister und Innensenatoren den Bürgern zeigten, dass die Polizeibeamten das im Grundgesetz verankerte Gewaltmonopol des Staates rechtmäßig ausübten.

Auch die Zahl der Schüsse auf gefährliche, kranke oder verletzte Tiere sank - um etwa fünf Prozent auf 8812 Fälle (2010: 9336). In fast allen Situationen wurden die Tiere laut IMK von ihren Leiden durch Verletzungen infolge von Verkehrsunfällen erlöst.

siu/dpa/dapd

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