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22. Februar 2013, 15:16 Uhr

Großeinsatz in Malaysia

Polizei sprengt Kinderhändlerring

Aus der Gewalt von Menschenhändlern hat die Polizei in Malaysia 21 Kinder befreit - darunter auch Babys. Im Bundesstaat Penang seien 23 Frauen und 20 Männer festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Bei ihnen soll es sich um Kaufinteressenten gehandelt haben.

Die malaysische Polizei hat einen Kinderhändlerring gesprengt und 21 Kinder, unter ihnen auch Babys, aus der Gewalt der Händler befreit. Im nördlichen Bundesstaat Penang seien 23 Frauen und 20 Männer festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Sie hätten die Kinder kaufen wollen.

Dem Großeinsatz seien im Dezember aufgenommene, landesweite Ermittlungen vorangegangen. Bereits vergangenen Monat seien 33 mutmaßliche Kinderhändler festgenommen und acht Babys befreit worden, berichtete die Nachrichtenagentur Bernama. Unter den nun festgenommenen Verdächtigen waren demnach zwei Ausländerinnen.

Die jetzt gefundenen Kinder sind zwischen einem Monat und neun Jahre alt, wie Penangs Polizeichef Rahim Hanafi auf der Facebook-Seite der Polizei mitteilte. Medienberichten zufolge handelt es sich um zehn Jungen und elf Mädchen, die bei Razzien in sechs Bundesstaaten und in der Hauptstadt Kuala Lumpur gefunden wurden. Die Ermittler arbeiten auch mit Interpol zusammen, da einige Kinder nach Polizeiangaben vermutlich in Nachbarländer gebracht worden seien.

Den Ermittlungen zufolge hatten die Menschenhändler armen ausländischen Frauen bis zu 1500 Dollar (1100 Euro) für ihr Kind geboten. Berichten zufolge werden den Händlern bis zu 6000 Dollar für diese Kinder bezahlt. Den Festgenommenen drohen zwischen drei und 20 Jahren Haft.

rls/AFP

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