Schießerei in Oer-Erkenschwick Polizei fasst flüchtigen Rapper

Nach eineinhalb Wochen auf der Flucht ist ein Deutsch-Libanese verhaftet worden, nun sitzt er in U-Haft. Der Rapmusiker soll bei einem Streit zwischen zwei Männergruppen in Oer-Erkenschwick mehrfach geschossen haben.

Tatort Oer-Erkenschwick
DPA

Tatort Oer-Erkenschwick


Eineinhalb Wochen nach einer Schießerei in der westfälischen Kleinstadt Oer-Erkenschwick haben die Ermittler den mutmaßlichen Schützen gefasst. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, sei der 27-jährige Deutsch-Libanese am Freitag in Neukirchen-Vluyn am Niederrhein festgenommen worden. Ein Richter habe Haftbefehl erlassen, der Verdächtige sitze in U-Haft.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bochum sagte der "Bild"-Zeitung, es handele sich um den Rapper Hamad 45. Bei dem Streit Mitte Juni gingen laut Polizeiangaben zwei Gruppen von Männern mit Schlagwerkzeugen aufeinander los. Im Internet kursiert ein Handyvideo, das zeigen soll, wie der Vorfall vor einer Autowerkstatt eskalierte.

Der 27-Jährige soll eine Waffe gezückt und mehrmals geschossen haben, bevor er flüchtete. Insgesamt wurden laut Polizei vier Menschen verletzt, zwei von ihnen erlitten Schusswunden. Bei keinem Opfer bestand Lebensgefahr. Die Polizei ermittelt gegen den Rapper wegen versuchten Totschlags.

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