Polizistenmord in Augsburg: Ermittler nehmen Verdächtige fest

Ihr wird Geldwäsche in zwei Fällen vorgeworfen: Die Augsburger Polizei hat eine Frau gefasst, die mit den mutmaßlichen Mördern des Polizisten Mathias V. in Verbindung gestanden haben soll.

Augsburg - Im Fall des Augsburger Polizistenmordes haben die Fahnder eine weitere Frau festgenommen. Gegen eine 35-Jährige sei Haftbefehl wegen des Verdachts der Geldwäsche in zwei Fällen erlassen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Der fünfstellige Betrag soll aus einem Raub in Augsburg stammen. Mit dieser Tat werden die beiden als mutmaßliche Mörder verhafteten Brüder Rudolf R. und Raimund M. in Verbindung gebracht. Einen Bericht der "Bild"-Zeitung, wonach es sich bei der verhafteten Frau um die Geliebte von Raimund M. handelt, wollte die Staatsanwaltschaft aber nicht bestätigen.

Die beiden Brüder schweigen zu den Vorwürfen. Die Männer sollen in der Nacht zum 28. Oktober 2011 in Augsburg den Polizeibeamten Mathias V. erschossen und eine Kollegin verletzt haben. Die Ermittler vermuten, dass die Männer auf dem Weg zu einem Raubüberfall waren. Gut zwei Monate später wurden sie festgenommen und sitzen in Augsburg und München in Untersuchungshaft.

Seit Januar ist außerdem die Tochter von Raimund M. in Haft. Bei der 31-Jährigen hatte die Polizei ein Waffenarsenal entdeckt. Neben drei Schnellfeuergewehren, acht Handgranaten, einer Maschinenpistole und fünf Kurzwaffen wurde eine erhebliche Menge Munition sichergestellt. Außerdem hatte die Frau in einer Vernehmung eingeräumt, mehr als 30.000 Euro aus einer der Waffenkisten genommen und in ihrer Wohnung versteckt zu haben.

ulz/dpa/dapd

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