Augsburger Polizistenmord: Gutachten stützt Verdacht gegen Brüderpaar

Neue Erkenntnisse im Fall des Polizistenmordes von Augsburg: Ein Gutachten des Bundeskriminalamts stützt den dringenden Tatverdacht gegen zwei inhaftierte Brüder. Gegen die Männer wird inzwischen auch im Zusammenhang mit vier brutalen Überfällen ermittelt.

Einer der wegen des Polizistenmords inhaftierten Brüder: BKA-Gutachten stützt Verdacht Zur Großansicht
dapd

Einer der wegen des Polizistenmords inhaftierten Brüder: BKA-Gutachten stützt Verdacht

Augsburg - Ein Gutachten des Bundeskriminalamts erhärtet den dringenden Tatverdacht gegen ein Brüderpaar im Augsburger Polizistenmord. Die Fachleute hätten mehrere Waffen untersucht, die bei den 56 und 58 Jahre alten Beschuldigten gefunden wurden, sagte ein Sprecher der Staatsanwalt in Augsburg. Einzelheiten wollten Polizei und Staatsanwaltschaft aus ermittlungstaktischen Gründen jedoch geheimhalten, darunter auch Informationen über die Tatwaffe. "Die Ermittlungen sind weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen", sagte der Sprecher.

Die Brüder sollen in der Nacht zum 28. Oktober 2011 in Augsburg den Polizisten Mathias V. erschossen und dessen Kollegin verletzt haben. Sie sollen auf dem Weg zu einem Raubüberfall gewesen sein. Gut zwei Monate später wurden sie festgenommen und sitzen seither in Augsburg beziehungsweise München in Untersuchungshaft. Sie schweigen zu den Vorwürfen.

Außerdem wurden die Haftbefehle gegen die Brüder erweitert: Die Männer werden nun außerdem verdächtigt, vier Raubüberfälle begangen und dabei mehr als 500.000 Euro erbeutet zu haben. Im Einzelnen sollen sie 2002 ein Werttransportunternehmen in Ingolstadt, 2004 sowie 2008 Werttransportunternehmen in Augsburg und 2011 einen Lebensmittelmarkt in Augsburg überfallen haben. Die mutmaßlichen Täter seien bei den Überfällen sehr brutal vorgegangen. In einem Fall sollen sie einem Opfer gedroht haben, es zu erschießen.

siu/dpa/dapd

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