Zweifache Mutter aus Afghanistan erstochen Ermittler prüfen religiöses Motiv für Bluttat am Chiemsee

In Oberbayern ist eine Afghanin vor einem Supermarkt erstochen worden. Sie soll zuvor zum Christentum übergetreten sein. War das der Anlass für die Tat?


Im Fall der tödlichen Messerstiche auf eine zweifache Mutter in Prien am Chiemsee prüft die Polizei ein religiöses Motiv für die Tat. Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, die 38-jährige Afghanin sei von einem 29-jährigen Landsmann getötet worden, weil sie zum Christentum konvertiert sei.

Ein Polizeisprecher sagte, man habe Erkenntnisse, dass es den Übertritt gegeben habe. Es sei gut möglich, dass es einen Zusammenhang gebe mit der Tat. Die Ermittlungen seien aber wegen der Sprachbarrieren schwierig. Es gebe noch keine gesicherten Erkenntnisse zum Motiv.

Kinder in Obhut von Behörden

Die Frau war am Samstagabend vor den Augen ihrer Kinder vor einem Supermarkt in der oberbayerischen Gemeinde niedergestochen worden. Sie starb wenig später im Krankenhaus. Der mutmaßliche Täter wurde in eine Nervenklinik eingewiesen. Die beiden fünf und elf Jahre alten Kinder sind in der Obhut von Behörden.

Der Sprecher sagte, der 29-Jährige habe in einer Unterkunft für Asylbewerber gewohnt, die Frau in einer Privatwohnung. Beide hätten sich gekannt.

sms/dpa



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