Prozess um Ernst August von Hannover Prinzessin Caroline soll als Zeugin vor Gericht aussagen

Neue Etappe im Prozessmarathon um die Verurteilung von Welfenprinz Ernst August von Hannover wegen gefährlicher Körperverletzung: Wie das Landgericht Hildesheim mitteilt, gehört dessen Ehefrau Prinzessin Caroline zu den sechs Zeugen im Wiederaufnahmeverfahren.


Hannover - Ernst August von Hannover verteidigt sich in einer neuen Prozess-Runde. Mittels Zeugenaussagen vor Gericht will der Welfenprinz am 19. Mai beweisen, dass er den Hotelbesitzer Josef Brunlehner vor acht Jahren in Kenia weder mit einem Schlagring bearbeitet hat noch mit mehreren Mann über ihn hergefallen ist.

Ernst August Prinz von Hannover und seine Ehefrau Caroline Prinzessin von Hannover
DPA

Ernst August Prinz von Hannover und seine Ehefrau Caroline Prinzessin von Hannover

Laut einer Mitteilung des Landgerichts Hildesheim soll auch Ernst Augusts Ehefrau Prinzessin Caroline von Hannover in nichtöffentlicher Sitzung zum Vorfall aussagen.

Der Chef des Welfenhauses war im Jahr 2004 vom Landgericht Hannover wegen gefährlicher Körperverletzung rechtskräftig zu einer Geldstrafe von 178 Tagessätzen à 2500 Euro verurteilt worden.

Prinz Erst August galt damit als vorbestraft, hat aber ab 2006 eine Wiederaufnahme seines Verfahrens betrieben und vor dem Oberlandesgericht Celle durchgesetzt.

Das Verfahren wurde an das Landgericht Hildesheim verwiesen, wo die Strafkammer nun die "Begründetheit des Wiederaufnahmeantrages" im sogenannten Probationsverfahren zu prüfen hat. Nur wenn das Gericht dies bejaht, kommt es zu einer neuen Hauptverhandlung.

dek/AFP



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