Prügelattacke in Regionalbahn Mutmaßliche Täter stellen sich

Drei Männer verprügelten in einem Zug eine Familie. Nun haben sich die mutmaßlichen Täter gestellt - einen Tag nach Veröffentlichung von Fahndungsfotos. Laut Polizei schildern die Verdächtigen den Tatablauf anders als die Opfer.


Berlin - Drei wegen einer Prügelattacke in einem Regionalzug gesuchte Männer haben sich gestellt. Die drei Männer seien Mittwochnachmittag bei der Berliner Polizei beziehungsweise der Bundespolizei aufgetaucht, sagte ein Sprecher. Es handle sich um drei Männer, deren Fahndungsfotos veröffentlicht worden waren.

Die Verdächtigen wurden noch am Abend vernommen. "Sie haben zugegeben, dass sie in dem Zug waren und dass es eine Auseinandersetzung gab", sagte der Sprecher. Die Aussagen der Männer widersprächen sich nicht. Allerdings wiesen ihre Schilderungen erhebliche Unterschiede zur Version der Opferfamilie auf - insbesondere, was die Ereignisse ab Beginn der handgreiflichen Auseinandersetzung angehe. Details nannte der Sprecher nicht.

Die Männer sollen eine Familie am vergangenen Samstagabend in einem Zug nahe dem Bahnhof Strausberg in Brandenburg angegriffen haben. Der 29-jährige Vater, seine 32 Jahre alte Frau und der sechsjährige Sohn wurden dabei verletzt. Nach Angaben der Eltern kam es zu dem Angriff, weil der Vater die drei Männer gebeten habe, etwas leiser zu sein (mehr zu dem Fall lesen Sie hier).

Erst am Mittwoch hatten Ermittler Bilder der mutmaßlichen Täter herausgegeben. Darauf sind drei Männer im Alter von 20 bis 30 Jahren zu sehen. Dem Fahndungsaufruf zufolge sollen sie zwischen 1,80 und 1,90 Meter groß sein, Deutsch und Polnisch sprechen. Die Täter verließen den Zug, als er am Bahnhof Strausberg hielt.



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