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Qaida im Jemen "Greift ihre Flugzeuge mit Bomben an!"

2. Teil: E-Mail an al-Qaida? Kein Problem!

Der Jemen ist für Terroristen ein nahezu optimales Rückzugs- und Planungsgebiet. Die Staatsregierung ist schwach, im Norden tobt ein Aufstand der Schiiten, im Süden erheben sich Sezessionisten, und die 1400 Kilometer lange Grenze nach Saudi-Arabien ist schlicht nicht zu versiegeln. Nicht ohne Grund versucht auch die zentrale Qaida-Führung die Sympathisanten in dem bitterarmen Land aufzuwiegeln. Im Februar rief Sawahiri sie auf, es den Stammeskriegern in Pakistan und Afghanistan gleichzutun und sich zu erheben.

Doch ganz so ungestört wie in den vergangenen Jahren können die Qaida-Kämpfer nicht mehr agieren. Die Luftschläge der USA und der jemenitischen Regierung dürften ihnen durchaus zusetzen. Ein neuerlicher Schlag am 24. Dezember soll eine Reihe Kader getötet haben. Auch der Tod von Wuhaischi und Shihri wurde zeitweise kolportiert, bis jetzt aber nicht bestätigt.

Aufruf an die Sympathisanten - sie sollen aktiv helfen

Angesichts dessen ist in den kommenden Wochen und Monaten in jedem Fall mit neuerlichen Anschlägen im Jemen zu rechnen. Ob die Qaida-Filiale tatsächlich auch Ziele im Westen angreifen will oder wird, bleibt abzuwarten. Noch hat sie sich nicht einmal zu dem Detroit-Plot bekannt.

Dass die Dschihadisten auf der Halbinsel aber verstärkt zuschlagen wollen, lässt sich ebenfalls aus der jüngsten Ausgabe ihres Online-Magazins ablesen. Denn am Ende des Dokuments bitten sie ihre Sympathisanten um aktive Hilfe. Sie sollen Vorschläge für Attentate und Anschläge machen und so viele Informationen wie möglich liefern. "Wir werden dafür unsererseits mit jedem Kontakt halten, der mit uns Dschihad führen will", versprechen die Terroristen. Am Ende findet sich eine E-Mail-Adresse.

So oder so ähnlich könnte auch der Anschlagsversuch von Abdulmutallab begonnen haben.

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insgesamt 471 Beiträge
p.rabig 03.12.2009
ich vermute das variiert. es wird wohl von den zielen einzelner abhängig sein, je nach zelle und deren dachorganisation in den jeweiligen afrikanischen, asiatischen und europäischen ländern
ich vermute das variiert. es wird wohl von den zielen einzelner abhängig sein, je nach zelle und deren dachorganisation in den jeweiligen afrikanischen, asiatischen und europäischen ländern
altsprech 03.12.2009
Al-Qaida ist nicht viel mehr als eine erstaunlich schlecht getarnte Brigade des saudischen Geheimdiensts. Wenn die USA den „Krieg gegen den Terror“ gewinnen wollen, müssen sie nur ihre Special Forces nach Saudi-Arabien schicken, [...]
Zitat von sysopAl-Qaida sieht sich als Speerspitze im Kampf gegen die Ungläubigen. In den Opferzahlen spiegelt sich das nicht wider. Eine Studie zeigt: Zwischen 2004 und 2008 tötete die Organisation zwar 371 Nicht-Muslime, gleichzeitig fielen ihr aber mindestens 2639 Muslime zum Opfer. Wen hat die Terrorgruppe wirklich im Visier?
Al-Qaida ist nicht viel mehr als eine erstaunlich schlecht getarnte Brigade des saudischen Geheimdiensts. Wenn die USA den „Krieg gegen den Terror“ gewinnen wollen, müssen sie nur ihre Special Forces nach Saudi-Arabien schicken, statt nach Afghanistan und die Wahhabiten – die Wurzel des Ganzen – von der Macht entheben.
THM 03.12.2009
Wer oder was ist Al-Quida in Wirklichkeit? Unter dem Label werden m.E. verschiedene autonom operierende Gruppen subsummiert. Abgesehen davon ist doch bekannt, dass das Hilfspersonal der "Nicht-Muslime" überwiegend [...]
Zitat von sysopAl-Qaida sieht sich als Speerspitze im Kampf gegen die Ungläubigen. In den Opferzahlen spiegelt sich das nicht wider. Eine Studie zeigt: Zwischen 2004 und 2008 tötete die Organisation zwar 371 Nicht-Muslime, gleichzeitig fielen ihr aber mindestens 2639 Muslime zum Opfer. Wen hat die Terrorgruppe wirklich im Visier?
Wer oder was ist Al-Quida in Wirklichkeit? Unter dem Label werden m.E. verschiedene autonom operierende Gruppen subsummiert. Abgesehen davon ist doch bekannt, dass das Hilfspersonal der "Nicht-Muslime" überwiegend aus Einheimischen besteht. Nicht nur im Krieg, auch vor Botschaften, Hotels etc. In Europa und USA zu agieren ist wesentlich komplizierter. Mit gemeinsamem Glauben hat es sowieso nichts zu tun, sonst hätte es unter den Glaubensbrüdern nicht schon so viele blutige Konflikte gegeben.
sysop 03.12.2009
...zum Thema... http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,660420,00.html
...zum Thema... http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,660420,00.html
gukki 03.12.2009
Al-Qaida ist das Synomym für Widerstandskämpfer (oder Terrorist, je nach Standpunkt) gegen die USA und deren Verbündete. Nach ihrem "Riesenerfolg" mit 9/11 dürfte es heute kaum noch echte Al-Qaida Mitglieder geben. [...]
Zitat von sysopAl-Qaida sieht sich als Speerspitze im Kampf gegen die Ungläubigen. In den Opferzahlen spiegelt sich das nicht wider. Eine Studie zeigt: Zwischen 2004 und 2008 tötete die Organisation zwar 371 Nicht-Muslime, gleichzeitig fielen ihr aber mindestens 2639 Muslime zum Opfer. Wen hat die Terrorgruppe wirklich im Visier?
Al-Qaida ist das Synomym für Widerstandskämpfer (oder Terrorist, je nach Standpunkt) gegen die USA und deren Verbündete. Nach ihrem "Riesenerfolg" mit 9/11 dürfte es heute kaum noch echte Al-Qaida Mitglieder geben. Außer in der Propaganda. Nur zur Erinnerung: Bush sprach von einem Kreuzzug, bis seine Berater das korrigierten in "Kampf gegen den Terror". Glauben Sie, das ist ein Unterschied für Amerika?
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