Manipulierte Gewinnspiele: Radiomoderator soll 61.000 Euro ergaunert haben

Marcus J. Ende 2012 vor Gericht: Damals wurde er wegen schweren mehrfachen sexuellen Missbrauchs eines Kindes verurteilt Zur Großansicht
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Marcus J. Ende 2012 vor Gericht: Damals wurde er wegen schweren mehrfachen sexuellen Missbrauchs eines Kindes verurteilt

Der Rostocker Radiomoderator Marcus J. soll Gewinnspiele seines Senders manipuliert - und so rund 61.000 Euro eingesackt haben. Der Mann sitzt bereits im Gefängnis, weil er über Jahre hinweg ein Mädchen missbraucht hatte.

Rostock - Der ehemalige Rostocker Radiomoderator Marcus J. steht im Verdacht, Gewinnspiele seines Senders zu seinen Gunsten manipuliert zu haben. Dadurch sollen rund 61.000 Euro in seine Tasche geflossen sein, teilte die Staatsanwaltschaft Rostock mit.

Offenbar hatte der Moderator mehrere Helfer instruiert, bei Gewinnspielen des Privatsenders anzurufen. Da J. die jeweiligen Telefonnummern auf seinem Display erkannte, soll er in mindestens neun Fällen seine Helfer als Gewinner der Spiele ausgewählt haben. Von den so vergebenen Gewinnen in Höhe von 75.000 Euro konnten die Komplizen offenbar 14.000 Euro für sich behalten.

Die Staatsanwaltschaft klagte J. nun wegen erwerbsmäßigen Betrugs an. Zudem wird er beschuldigt, Scheinfirmen gegründet zu haben, um Einkünfte vor mehreren Gläubigern zu verstecken. Er hatte 2005 Privatinsolvenz angemeldet und durfte pro Monat offiziell nur 950 Euro für sich behalten.

J. sitzt bereits im Gefängnis. Im November 2012 wurde er wegen schweren mehrfachen sexuellen Missbrauchs eines Kindes zu drei Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Er hatte das zwölf Jahre alte Mädchen durch ein Spiel seines Senders kennengelernt, bei dem ein Besuch beim Moderator zu gewinnen war. Er traf das Mädchen zwischen 2005 und 2008 immer wieder und missbrauchte es mindestens 46-mal.

aar/AFP

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