Prozess gegen rauchenden Mieter Gütliche Einigung gescheitert

Es ist die nächste Runde im Rechtstreit einer Vermieterin gegen den Raucher Friedhelm Adolfs: Vor dem Düsseldorfer Landgericht fanden die Parteien keinen Kompromiss. Nun soll die Klägerin ihre Vorwürfe präzisieren.

Raucher Friedhelm Adolfs aus Düsseldorf: Entscheidung im August
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Raucher Friedhelm Adolfs aus Düsseldorf: Entscheidung im August


Friedhelm Adolfs ist inzwischen bundesweit bekannt: Der viel beachtete Mietstreit um den Raucher ist vor dem Düsseldorfer Landgericht in die vierte Runde gegangen. Der Fall muss nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs neu aufgerollt werden.

Dem 76 Jahre alten Rentner war nach 40 Jahren in seiner Düsseldorfer Parterrewohnung fristlos gekündigt worden. Er soll seine Nachbarn mit Zigarettenrauch belästigt haben, so der Vorwurf der Vermieterin.

Adolfs nahm wegen eines Krankenhausaufenthalts nicht an der Verhandlung teil. Das Gericht appellierte an beide Parteien, sich gütlich zu einigen. Eine solcher Vergleich kam nach Angaben des Gerichts in der mündlichen Verhandlung jedoch nicht zustande.

Die Klägerin soll nun Beweise nachreichen, ihre Vorwürfe präzisieren und diese Fragen beantworten:

  • Welche Mitmieter haben sich wann und wie oft über Zigarettengeruch im Treppenhaus beschwert?
  • Liegen andere (Mit-)Ursachen der Geruchsentwicklung vor?
  • Lässt dich der Geruch im Treppenhaus durch eine Türdichtung verhindern?
  • Gefährdet der Qualm die Gesundheit der Mieter und Besucher?

Eine Entscheidung will das Landgericht Ende August treffen.

wit/dpa

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