Großeinsatz in NRW Innenminister verbietet Bandido-Club

Die Polizei geht mit einem Großeinsatz gegen die Rockerbande Bandidos in und um Aachen vor. Das Clubhaus sowie mehr als 30 Wohnungen und Geschäftsräume werden durchsucht. Der Innenminister hat ein Vereinsverbot verhängt.

Polizist am Clubheim der Bandidos in Alsdorf (Kreis Aachen): Verein wurde verboten
DPA

Polizist am Clubheim der Bandidos in Alsdorf (Kreis Aachen): Verein wurde verboten


Aachen - Nordrhein-Westfalen geht erneut gegen die Rockerszene vor. Das Innenministerium verbot am Donnerstag das Chapter Aachen der Rockerbande Bandidos und fünf seiner Untergruppen, wie ein Sprecher mitteilte. Seit dem Morgen durchsucht ein Großaufgebot der Polizei das Clubhaus in Alsdorf bei Aachen sowie mehr als 30 Wohnungen und Geschäftsräume in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Von dem Verbot, das Innenminister Ralf Jäger (SPD) verhängte, sind außerdem Untergruppen in Alsdorf und Düren betroffen. Gründe für den Schritt wollte das Ministerium am Vormittag mitteilen.

Der Großeinsatz begann um 5 Uhr. Ein Sprecher sagte, bei den Durchsuchungen handele es sich nicht um eine Razzia, sondern vielmehr um die Vollstreckung des Vereinsverbots. Es seien aber auch Spezialeinheiten der Polizei beteiligt, weil mehrere betroffene Rocker als gefährlich eingestuft worden waren. Auch hierzu sollten im Laufe des Vormittags weitere Einzelheiten bekanntgegeben werden.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Polizei in Nordrhein-Westfalen zwei Clubs der Rockergruppe Bandidos in Herne und Bochum durchsucht. Mithilfe der Aktion soll eine Massenschlägerei zwischen Bandidos und Hells Angels aufgeklärt werden. Rund hundert Mitglieder der beiden Rockerbanden hatten sich im Januar in Mönchengladbach geprügelt.

siu/dapd



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Seite 1
cs01 26.04.2012
1.
Wie, noch keine Präsentation von Küchenmessern, Softairwaffen und Äxten um die Gefährlichkeit und Bewaffnung der Rocker darzustellen. Kommt vieleicht noch.
cs01 26.04.2012
2.
Wie, noch keine Präsentation von Küchenmessern, Softairwaffen und Äxten um die Gefährlichkeit und Bewaffnung der Rocker darzustellen. Kommt vieleicht noch.
spatenheimer 26.04.2012
3.
Zitat von cs01Wie, noch keine Präsentation von Küchenmessern, Softairwaffen und Äxten um die Gefährlichkeit und Bewaffnung der Rocker darzustellen. Kommt vieleicht noch.
Ihre Naivität gegenüber organisierten Verbrechern, die durch Menschen-, Waffen- und Drogenhandel einen Haufen Geld verdienen, ist irgendwie drollig. Der in Rheinland-Pfalz bei einer Razzia erschossene Polizist starb zumindest nicht an einer Softairkugel.
cs01 26.04.2012
4.
Zitat von spatenheimerIhre Naivität gegenüber organisierten Verbrechern, die durch Menschen-, Waffen- und Drogenhandel einen Haufen Geld verdienen, ist irgendwie drollig. Der in Rheinland-Pfalz bei einer Razzia erschossene Polizist starb zumindest nicht an einer Softairkugel.
Endte der Prozess nicht mit einem Freispruch?
schadavi 26.04.2012
5.
Zitat von spatenheimerIhre Naivität gegenüber organisierten Verbrechern, die durch Menschen-, Waffen- und Drogenhandel einen Haufen Geld verdienen, ist irgendwie drollig. Der in Rheinland-Pfalz bei einer Razzia erschossene Polizist starb zumindest nicht an einer Softairkugel.
Der Polizist wurde aber von einem Hells Angel erschossen, noch dazu in vermeintlicher Notwehr. Wer bei einem MC-Mitglied, das sich ernsthaft bedroht sieht, und noch dazu eine legal registrierte Waffe besitzt, an der Tür rumbastelt, und nach einer ersten Warnung sich weder verzieht noch als Polizist ausweist, ist selber Schuld. Ich habe Mitleid mit der Familie des Opfers, aber der Hells Angel hat in dem Fall in Notwehr gehandelt, und sich (wie vom Gericht bestätigt) richtig verhalten. Die Fehler sind bei der Polizei zu suchen, vor allem beim Polizisten selbst und der Einsatzleitung.
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