Razzien in Peru Polizei befreit fast 300 Frauen aus Sex-Sklaverei

Sie wurden gehalten wie Sklavinnen: Die Polizei in Peru hat 293 Frauen befreit, die in einem Dschungelgebiet als Zwangsprostituierte arbeiten mussten. Die Jüngste ist gerade einmal 13 Jahre alt.


Lima - Mehr als 400 Polizisten durchsuchten 60 Bordelle im Dschungel, fast 300 Frauen wurden aus der Sex-Sklaverei befreit: In Peru sind die Behörden in einer Großaktion gegen Zwangsprostitution vorgegangen. Dabei seien 293 Frauen befreit worden, die als Sex-Sklavinnen gehalten wurden, teilte die Polizei mit. Unter den Befreiten waren nach den Angaben des stellvertretenden Innenministers Luis Otárola auch sieben Minderjährige, von denen die Jüngste nach Angaben der Staatsanwaltschaft 13 Jahre alt ist.

Nach dem Einsatz wurden insgesamt 52 Lokale geschlossen, berichtete der Rundfunksender RPP am Montag. Mehrere Kinder mussten den Behörden zufolge bis spät in die Nacht in den Lokalen als Kellner arbeiten. Der Minister kündigte eine ständige Polizeikontrolle der Ein- und Ausfahrt in dem abgelegenen Departement Madre de Dios im Amazonas-Gebiet an.

Tausende Glücksritter haben sich in der betroffenen Amazonas-Region niedergelassen und suchen in zahlreichen illegalen Minen nach Gold. Dabei zerstören sie rücksichtslos den Regenwald und vergiften die Umwelt mit Tonnen von Quecksilber, das sie benutzen, um das Gold auszuwaschen.

ulz/dapd/dpa



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