Großeinsatz der Polizei Razzien gegen "Reichsbürger" in mehreren Städten

Die Polizei hat in Berlin, Brandenburg und Thüringen die Wohnungen von acht Personen aus der sogenannten Reichsbürgerszene durchsucht. Der Verdacht: Sie sollen eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet haben.


Die Beschuldigten sollen erwogen haben, notfalls "zielgerichtet Menschen zu töten" - dafür hätten sie sich bereits Waffen beschafft. Wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft in drei Bundesländern Razzien durchführen lassen.

Festgenommen worden sei bisher niemand, teilte die Behörde am Sonntag in Karlsruhe mit. Unter anderem seien die Wohnungen von acht Beschuldigten sowie weiterer nicht tatverdächtiger Personen in Berlin, Brandenburg und Thüringen durchsucht worden. Die Aktionen hätten nichts mit der Amokfahrt in Münster zu tun.

Nach ersten Erkenntnissen gehören die Beschuldigten der sogenannten Reichsbürgerszene an. Sie sollen sich spätestens im Sommer 2017 zusammengeschlossen haben. Die sogenannten Reichsbürger erkennen die Bundesrepublik Deutschland nicht als Staat an. Sie behaupten stattdessen, das Deutsche Reich bestehe bis heute fort.

Die Beschuldigten sollen sich laut Bundesanwaltschaft mit dem deutschen Kaiserreich von 1871 bis 1918 identifizieren und die staatliche Ordnung der Bundesrepublik ablehnen. Ihr Ziel soll demnach sein, "die bundesrepublikanische Ordnung durch eine an die organisatorische Struktur des deutschen Kaiserreichs angelehnte, neue staatliche Ordnung zu ersetzen".

Bei den Razzien kamen auch die Spezialeinheit GSG 9 und das mobile Einsatzkommando des Bundeskriminalamtes zum Einsatz.

kev/AFP/dpa

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