Rheinland Gaffer behindert Rettungshubschrauber

Er filmte den Landeversuch eines Rettungshubschraubers - und blockierte dabei den einzigen möglichen Landeplatz: In Nordrhein-Westfalen sucht die Polizei einen Mann, der einen Notarzteinsatz verzögert hat.


Ein unbekannter Mann hat am Rheinufer in Remagen die Landung eines Rettungshubschraubers und Behandlung einer hilfsbedürftigen Person behindert, weil er das Geschehen filmte.

Wie die Behörden mitteilte, hatten Polizei und Feuerwehr am Sonntag einen Menschen aus dem Uferbereich gerettet und den Hubschrauber zur Hilfe gerufen. Der Mann mittleren Alters filmte den Rettungseinsatz vom einzig möglichen Landeplatz des Hubschraubers aus und machte ihn erst nach mehrfacher Aufforderung widerwillig frei.

Der Verdächtige, der in Begleitung einer Frau und eines Kindes war, beleidigte zudem den Piloten und entfernte sich dann unerkannt in Richtung Innenstadt. Die Polizei sucht nun Zeugen. Nähere Angaben über die zu rettende Person machten die Ermittler nicht.

Einsatzkräfte haben in den vergangenen Monaten häufiger beklagt, dass Schaulustige Rettungsarbeiten behindern. In der vergangenen Woche erregte ein Fall aus Baden-Baden bundesweit Empörung: Dort hatten mehrere Menschen einen suizidgefährdeten Mann ermutigt, von einem Hoteldach zu springen.

mxw/dpa



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