Parteitag in Florida Rassistischer Übergriff bei den Republikanern

Während der Krönung Mitt Romneys zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten kam es zu einem rassistischen Zwischenfall. Zwei Männer bewarfen eine schwarze Kamerafrau mit Nüssen und riefen: "So füttern wir Tiere." Die Partei bedauert den Vorfall.

Der Republikaner Mitt Romney: Mühe, schwarze Wähler und Frauen zu gewinnen.
AFP

Der Republikaner Mitt Romney: Mühe, schwarze Wähler und Frauen zu gewinnen.


Tampa - Jeder Schritt war minutiös geplant, nichts sollte dem Zufall überlassen werden. Trotz der langwierigen Vorbereitungen kam es während der Wahl Mitt Romneys zum Präsidentschaftskandidaten zu einem rassistischen Übergriff, der sich zehn Wochen vor der amerikanischen Wahl negativ auf die Republikaner auswirken könnte. Wie CNN berichtet, wurde eine schwarze Kamerafrau des TV-Senders während der Veranstaltung in Florida von zwei Männern mit Nüssen beworfen. Die beiden Täter sollen der Fernsehjournalistin entgegengerufen haben: "So füttern wir Tiere."

CNN steht nach eigenen Angaben mit den Parteitagsveranstaltern in Kontakt, wollte zunächst aber keine weiteren Angaben zu dem Übergriff auf die Mitarbeiterin machen.

Dem Fernsehsender zufolge sollen mehrere Zeugen den rassistischen Angriff in Tampa beobachtet haben. Das Sicherheitspersonal habe die beiden Täter daraufhin sofort des Gebäudes verwiesen. Die Veranstalter des Parteitags bestätigten den Angriff und sprachen von einem "nicht zu entschuldigenden und unannehmbaren" Vorfall. "Dieses Verhalten wird nicht toleriert", hieß es in einer Erklärung. Wer die Täter sind, wurde bislang nicht bekannt.

Wenige Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl könnte der Vorfall negative Auswirkungen auf die Republikaner haben. Der am Dienstag nominierte republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hatte im Wahlkampf bislang Mühe, afro-amerikanische Wähler für sich zu gewinnen. Auch weibliche Wähler stehen laut Umfragen mehrheitlich hinter dem demokratischen Präsidenten Barack Obama, der seine Wiederwahl anstrebt.

lei/AFP/dapd



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