Rheinland-Pfalz Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Tod eines Mannes nach Polizeieinsatz

In Rheinland-Pfalz beschäftigt der Tod eines körperlich behinderten Mannes die Staatsanwaltschaft: Der 50-Jährige starb einige Tage nach einem Polizeieinsatz. Die Beamten sollen ihn übermäßig hart behandelt haben.


Koblenz - Der Tod eines körperlich behinderten Mannes einige Tage nach einem Polizeieinsatz ist in Rheinland-Pfalz ein Fall für die Staatsanwaltschaft geworden. Beamte waren Ende Mai zu einem Nachbarschaftsstreit in Neuwied gerufen worden - sie sollen den 50-jährigen Mann dann übermäßig hart behandelt haben. Sechs Tage später erlitt er in einer Klinik einen Hirninfarkt.

Die Eltern erstatteten Anzeige gegen zwei Beamte wegen Körperverletzung mit Todesfolge, wie die Staatsanwaltschaft Koblenz mitteilte. Sie werfen den Polizisten vor, ihren Sohn mit Fäusten, Tritten und Schlagstöcken traktiert zu haben.

Wie Oberstaatsanwalt Rolf Wissen sagte, wurden bei einer Obduktion keine sichtbaren Verletzungen festgestellt, die den Todeseintritt erklären könnten. Zudem sei ein Gutachten zu dem Schluss gekommen, dass der laut "Rhein-Zeitung" gehörlose und sprachbehinderte Mann eines natürlichen Todes gestorben sei. Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit wegen möglicher Körperverletzung im Amt.

wit/dpa

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