Rheinland-Pfalz Tödliche Sprengfallen - Ermittler gehen von Einzeltäter aus

Wegen Streitigkeiten soll ein Gärtner aus Rheinland-Pfalz Sprengfallen gebaut haben. Ein Mann starb, zwei Frauen erlitten Verletzungen. Mehr als hundert Menschen sollen potenziell gefährdet gewesen sein.

Polizeibeamte hängt Fotos zu Sprengfallen auf
DPA

Polizeibeamte hängt Fotos zu Sprengfallen auf


Ermittler gehen nach dem Fund tödlicher Sprengfallen in der Pfalz davon aus, dass der mittlerweile gestorbene Verdächtige die Fallen allein gebaut und gelegt hat. Der Landschaftsgärtner Bernhard Graumann sei mit besonderer Gefährlichkeit und Heimtücke vorgegangen, sagte Oberstaatsanwalt Christian Schröder.

Hintergrund für den mutmaßlichen Rachefeldzug war den Ermittlern zufolge sowohl privater als auch geschäftlicher Streit zwischen dem Gärtner und seinen Kunden. Er soll Anfang März einen Arzt in Enkenbach-Alsenborn mit einer Sprengfalle getötet haben. Die Falle bestand aus einer Handgranate und Stahlkugeln.

Bei einer zweiten Explosionsvorrichtung war Schwarzpulver in einem Holzstück versteckt worden. In diesem Fall habe der Täter auch den Tod von Kindern in Kauf genommen: Eine Mutter und ihre Tochter wurden bei der Explosion verletzt.

Laut Polizei sind insgesamt 109 Menschen durch Graumann gefährdet worden. "Wir konnten und können nicht sicher sein, alle Taten entdeckt zu haben", sagte Udo Gehring, Leiter der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Schäden sei laut Polizei durch die Ermittlungen jedoch reduziert worden.

fek/sen/dpa/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.