Wieder Gewalt in Berlin Krawalle in der Rigaer Straße

Ausschreitungen in Berlin-Friedrichshain: In der Nacht randalierten Vermummte in der Rigaer Straße, zündeten Autos an und warfen Pflastersteine. Die Gründe für den neuerlichen Gewaltausbruch waren zunächst unklar.

Polizist in der Rigaer Straße
DPA

Polizist in der Rigaer Straße


In der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain ist es zu schweren Ausschreitungen gekommen. In der Nacht zum Samstag randalierten Dutzende Vermummte. Sie warfen Flaschen und Steine, Böller explodierten. Autos und ein Toilettenhäuschen gingen in Flammen auf.

Ausschreitungen wie diese sind im Szene-Stadtteil nicht neu. Vor allem in der Rigaer Straße kommt es immer wieder zu Übergriffen. Erst im vergangenen Sommer kam es bei den Protesten um ein besetztes Haus in der Rigaer Straße 94 zu Angriffen auf Beamte. Die Berliner Polizei sprach damals von den "aggressivsten und gewalttätigsten Demonstration der zurückliegenden fünf Jahre".

Viele Bewohner dieses früher besetzten Mietshauses in der Rigaer Straße 94 betrachten sich als linksalternatives Wohnprojekt, das sich gegen die sogenannte Gentrifizierung stemmt.

Warum es nun wieder zu der Randale kam, war zunächst unklar. Mit einem Großaufgebot beruhigte die Polizei die Lage in der Nacht. Noch am Samstagmorgen waren die Sicherheitskräfte damit beschäftigt, die Vorfälle aufzuarbeiten. Wie die Polizei mitteilte, wurde eine Beamtin bei den Ausschreitungen leicht verletzt.

dop/dpa



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