Ritualmord an Baby Gesuchter Sektenführer tot aufgefunden

In Peru ist die Leiche eines flüchtigen Sektenführers aus Chile gefunden worden. Der 36-Jährige soll mit seiner Gruppe ein lebendes Baby verbrannt haben. Mehrere Mitglieder sind bereits festgenommen worden - auch die Mutter des toten Säuglings.


Lima - Der Sektenführer aus Chile, dessen Gruppe ein Baby in einem Opferritual verbrannt haben soll, ist tot. Ramón Gustavo Castillo Gaete habe sich in einem verlassenen Haus im Nachbarland Peru das Leben genommen, teilten die Behörden mit. Er sei anhand von Fingerabdrücken identifiziert worden, die Interpol nach Peru übermittelt hatte.

Die Leiche des Mannes wurde in der Stadt Cuzco gefunden. Er war einer der meistgesuchten Kriminellen Chiles gewesen. In seinen Taschen wurden Busfahrkarten gefunden, Ermittler prüfen nun, ob er mit einer weiteren Person unterwegs war.

Der 36-Jährige gilt als Anführer einer Sekte, die nahe der chilenischen Stadt Colliguay im November 2012 ein wenige Tage altes Baby verbrannt haben soll. Offenbar war der Sektenführer Vater des Kindes.

In der vergangenen Woche waren mehrere Sektenmitglieder festgenommen worden, darunter die Mutter des Kindes. Sie soll den Ritualmord befürwortet haben. Der Säugling musste den Behörden zufolge sterben, weil der Sektenführer es für den Antichristen gehalten habe.

ulz/AP



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